Der Speicher-Markt bleibt angespannt – und das könnte neue iPhones und Macs auch 2027 weiter verteuern.
Apple bekommt in Sachen Arbeitsspeicher anscheinend länger ein Problem als bisher gedacht. Die großen Speicherhersteller sollen ihre DRAM- und HBM-Kapazitäten für 2027 bereits komplett vergeben haben.
2027 soll das härteste Jahr für Speicher werden
Die drei großen DRAM- und HBM-Anbieter haben ihre gesamte Produktionskapazität für 2027 schon verkauft. NAND-Flash für SSDs ist zwar etwas weniger knapp, soll aber ebenfalls bis Ende August weitgehend ausgebucht sein.
Für Apple ist das vor allem mit Blick auf die Preise für iPhone, iPad und Mac schlecht. Wenn durch den massenhaften Ausbau von KI-Infrastruktur weniger Speicher für Smartphones und Computer übrig bleibt, steigen die Kosten in der gesamten Lieferkette.

AI-Rechenzentren kaufen den Markt leer
Der Hauptgrund ist wenig überraschend: Cloud-Anbieter und AI-Firmen bauen massiv Rechenzentren aus. Dafür brauchen sie sehr viel DRAM, HBM und Speicher – und sie zahlen offenbar deutlich mehr als viele klassische Abnehmer.
Dadurch geraten Hersteller von Smartphones und Computern stärker unter Druck. Einige große Kunden sollen ihre Kapazitäten für 2027 schon früh blockiert haben, teils mit Vorauszahlungen und langfristigen Liefervereinbarungen.
Für Apple könnte das höhere Preise bedeuten
Apple dürfte sich als wichtiger Großkunde zwar Kapazitäten gesichert haben. Offen bleibt aber, ob diese Mengen ausreichen – und welchen Aufpreis Apple dafür zahlen muss. Erst bei Verkündung der letzten Quartalszahlen hat Apple vor Lieferengpässen bei iPhone, iPad und Macs gewarnt.
Schon 2026 ist Speicher deutlich teurer. Wenn die Lage bis Ende 2027 angespannt bleibt, könnten auch kommende iPhones und Macs für Endkunden teurer werden. Noch ist unklar, wie stark Apple die Mehrkosten weitergibt – aber ganz ohne Folgen dürfte das kaum bleiben.
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