Apple hat seine Geschäftsbedingungen für Entwickler in der Europäischen Union einmal mehr überarbeitet.
Die neuen Anpassungen vereinfachen das zuvor komplexe App-Store-Gebührensystem spürbar und verringern die Provisionen, was Experten als möglichen Vorboten für künftige Lockerungen auf dem US-Markt deuten.
Standardprovision bei nur noch 26 Prozent
Im Zentrum der Neuregelung steht eine Neustrukturierung der Abgaben: Fällt die In-App-Zahlung weiterhin über Apple an, sinkt die Standardprovision von 30 auf 26 Prozent (beziehungsweise auf 15 Prozent für kleinere Entwickler).

Nutzen Entwickler alternative Bezahldienste innerhalb der App, verlangt Apple 20 Prozent (10 Prozent im Förderprogramm). Für Käufe über externe Links fällt eine kombinierte Gebühr von 15 Prozent an.
Besonders relevant für kostenlose oder reichweitenstarke Angebote: Die viel kritisierte Core Technology Fee von 50 Cent pro Erstinstallation entfällt und wird für externe Marktplätze oder den Web-Vertrieb durch eine Core Technology Commission von 5 Prozent auf digitale Umsätze ersetzt.
Was Apple in der EU umsetzt, droht auch in den USA
Neben finanziellen Aspekten führt Apple neue Jugendschutzregeln ein. So dürfen Apps für Kinder unter 13 Jahren keine externen Bezahl-Links enthalten, und für Minderjährige bis 18 Jahre müssen Hürden wie eine elterliche Freigabe vorgeschaltet werden.
Abschließend wurden die Voraussetzungen gelockert, um Apps direkt über das Web oder eigene Stores zu vertreiben.
Da Apple auch in den USA im Rechtsstreit mit Epic Games unter Druck steht und seine globale App-Store-Struktur möglichst einheitlich halten will, könnten Teile dieses EU-Modells künftig auch auf dem US-Markt Schule machen.
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