Apple sieht sich in den USA mit einer neuen Sammelklage in Bezug auf den Zahlungsdienst Apple Pay konfrontiert.
Mit Berufung auf das US-Kartellrecht werfen die Kläger dem Konzern überhöhte Gebühren für Transaktionen über Apple Pay vor. Wie die vertretende Anwaltskanzlei mitteilte, umfasst die Klägergruppe alle US-Finanzinstitute und -Kartenanbieter, die Apple Pay unterstützen und dafür Transaktionsgebühren entrichten.
Nutzt Apple seine Marktmacht bei Apple Pay aus?
Die Kläger argumentieren, dass Apple seine Kontrolle über das iOS-Ökosystem ausnutzt, indem der Konzern Konkurrenten den Zugriff auf die NFC-Schnittstelle für eigene kontaktlose Bezahldienste verwehrt.
Alternative mobile Wallets auf Android-Plattformen sind für Kartenherausgeber gebührenfrei. Apple jedoch verlangt in den USA 0,15 Prozent bei Kreditkarten- und 0,5 Cent bei Debitkartentransaktionen, was dem Unternehmen schätzungsweise bis zu eine Milliarde US-Dollar jährlich einbringt.
US-Bezirksrichter Jeffrey S. White lehnte in diesem Zusammenhang Apples Antrag ab, Gutachten der Klägerseite auszuschließen, die dem Konzern eine Monopolstellung im Markt für kontaktlose iOS-Zahlungen sowie im weiteren Markt für mobile Geldbörsen attestieren.
Kläger fordern Rückerstattung der Gebühren
Die von kleinen Finanzinstituten und Kreditgenossenschaften getragene Sammelklage fordert nun die Rückerstattung der gezahlten Apple-Pay-Gebühren sowie eine gerichtliche Anordnung zur Abänderung der aktuellen Unternehmenspraktiken.
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