Meta hat sich in einem Verfahren über mögliche Gefahren sozialer Netzwerke für Minderjährige mit 29 US-Bundesstaaten geeinigt.
Der Vergleich kann den Facebook-Konzern bis zu 16,68 Milliarden US-Dollar kosten. Das zuständige Gericht muss der Vereinbarung noch zustimmen.
Die Kläger warfen Meta vor, Facebook und Instagram mit bewusst bindenden Funktionen ausgestattet zu haben. Endloses Scrollen, Likes und Benachrichtigungen sollten Minderjährige demnach möglichst lange auf den Plattformen halten. Außerdem soll Meta persönliche Daten von Kindern ohne ausreichende Zustimmung der Eltern gesammelt haben.
Facebook und Instagram werden angepasst
Im Rahmen des Vergleichs verpflichtet sich Meta zu weitreichenden Änderungen. Vorgesehen sind unter anderem tägliche Zeitlimits, Einschränkungen während der Nacht sowie weniger Benachrichtigungen zu Schulzeiten.
Eltern sollen zusätzliche Kontrollmöglichkeiten erhalten. Auch ungeeignete Inhalte und bestimmte Filter sollen für Minderjährige stärker begrenzt werden.
Meta weist ein Fehlverhalten weiterhin zurück. Der Konzern entgeht durch die Einigung jedoch einem langwierigen Verfahren, in dem auch Mark Zuckerberg hätte aussagen können.
Diskussion wird auch in Europa geführt
Wenn ihr die Debatte verfolgt, dürfte euch vieles bekannt vorkommen. Auch die EU prüft strengere Altersvorgaben. Zuletzt ging es um ein mögliches Social-Media-Verbot für Kinder unter 13 Jahren. In Deutschland zeigte Bundeskanzler Friedrich Merz Sympathie für Einschränkungen bei Minderjährigen. Instagram selbst hat zudem neue Warnungen bei problematischen Suchanfragen angekündigt.
Wir halten den Vergleich vor allem deshalb für bedeutend, weil erstmals nicht nur über Geld, sondern konkret über das künftige Angebot der Plattformen gesprochen wird. Entscheidend bleibt allerdings, ob die neuen Schutzfunktionen im Alltag tatsächlich greifen und sich nicht einfach umgehen lassen.
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