Ausgerechnet ein Schutzmechanismus öffnet jetzt ein Datenschutz-Leck.
Sicherheitsforscher haben eine Schwachstelle in Apples iCloud Private Relay entdeckt. Die Funktion soll eigentlich die echte IP-Adresse beim Surfen in Safari verbergen.
Doch Webseiten können sie unter bestimmten Umständen trotzdem auslesen.
Passkeys umgehen den Schutz
Betroffen sind Seiten, die Passkeys unterstützen oder dies nur vortäuschen.
Von den Experten heißt es: „Kurz gesagt: Jede Website, die Passkeys unterstützt oder vorgibt zu unterstützen, kann die echte IP-Adresse des Nutzers sehen, obwohl iCloud Private Relay aktiviert ist.“
WebKit ist die Ursache
Der Grund für die Datenschutz-Lücke liegt im Zusammenspiel von Apples WebKit-Engine und Passkeys. Die Anfrage läuft über den Anmeldedienst des Betriebssystems statt über Safari.
Apple’s iCloud Private Relay is Leaking Users‘ Real IP Addresses https://t.co/pGcPfUYjm1 pic.twitter.com/DdQurLYMZi
— MacRumors.com (@MacRumors) August 5, 2026
Dadurch wird Private Relay umgangen. Da die Anfrage vom Anmeldedienst des Betriebssystems und nicht von Safari ausgeht, gelangt sie nie in den durch Private Relay geschützten Pfad.
Auch Tor-Browser betroffen
Auf iPhones trifft das Problem alle Browser, da sie WebKit nutzen müssen. Sogar OnionBrowser, der das Tor-Netzwerk verwendet, kann dadurch die echte IP-Adresse preisgeben.
Apple arbeitet an der Lösung
Die Forscher haben Apple informiert. Der aktuelle Status: „Wir planen, das von Ihnen gemeldete Problem zu beheben.“
Ein Fix ist laut Apple für Herbst 2026 vorgesehen. Bis dahin haben die Forscher eine Testseite veröffentlicht, mit der Nutzer prüfen können, ob sie womöglich betroffen sind.
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