Eine Sicherheitslücke soll eure echte E-Mail-Adresse verraten – und Apple kennt das Problem offenbar seit einem Jahr.
Apple verkauft Datenschutz gern als Kernversprechen. Umso unangenehmer ist ein neuer Bericht zu „E-Mail-Adresse verbergen“: Ausgerechnet die iCloud+-Funktion, die eure echte Mail-Adresse verstecken soll, könnte sie unter Umständen preisgeben.
Forscher meldete die Lücke schon im Juni 2025
Entdeckt wurde das Problem von Tyler Murphy, Mitgründer von EasyOptOuts. Er meldete Apple die Schwachstelle am 11. Juni 2025 und legte kurz darauf eine Anleitung zur Reproduktion nach. Apple bestätigte später, dass die Adresse so eigentlich nicht auffindbar sein soll.
404 Media hat den Fall mit einer eigenen Hide-My-Email-Adresse geprüft. Die Details zur Ausnutzung werden bewusst zurückgehalten, weil die Lücke laut Bericht weiter offen ist. In Tests mit Freiwilligen seien 100 Prozent der geprüften Adressen betroffen gewesen.

Apple meldete Fixes – doch die Lücke blieb wohl offen
Eigentlich soll E-Mail-Adresse verbergen genau das verhindern: Apple beschreibt die Funktion als Zufallsadresse für Safari, Mail, Apple Pay, iPhone, iPad und Mac. Problematisch wird es, wenn die echte Mail anschließend mit Personensuchseiten verknüpft werden kann.
Brisant ist die Timeline: Apple meldete am 3. März 2026 einen Fix, Murphy fand die Lücke aber weiter. Am 30. Juni soll Apple erneut um Prüfung gebeten haben – wieder ohne Erfolg. EasyOptOuts fordert nun, neue Alias-Adressen vorerst zu stoppen und Betroffene zu informieren.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Bild: Apple
