Apple wirbt mit Datenschutz. Jetzt wird genau das zum Problem.
Apple sieht sich in Kalifornien mit einer Sammelklage konfrontiert. Der Vorwurf: Der Konzern habe Nutzer über den Datenschutz seiner Funktion „Hide My Email“ in die Irre geführt.
Die Funktion erzeugt zufällige E-Mail-Adressen, damit Webseiten die echte Adresse nicht erfahren.
Sicherheitslücke gemeldet
Laut einem Bericht wurde Apple bereits im Juni 2025 auf eine Schwachstelle hingewiesen.
Sie soll es ermöglichen, die echte E-Mail-Adresse hinter einer Alias-Adresse aufzudecken.
Problem wohl weiter offen
Apple bestätigte den Hinweis und erklärte im März 2026, das Problem behoben zu haben. Der Sicherheitsforscher widerspricht jedoch.
Class action accuses Apple of misleading users about Hide My Email’s privacy protections https://t.co/0wzD4vn4L4 by @mvcmendes
— 9to5Mac (@9to5mac) July 16, 2026
„Wir wissen nicht, warum das Problem nicht behoben wurde. Aber wir fühlen uns nicht wohl dabei, noch länger zu warten.“
Kläger fordert Entschädigung
Der Kläger Anthony Alvarez wirft Apple vor, seit über einem Jahr von der Lücke zu wissen und trotzdem weiter mit Datenschutz zu werben.
Betroffen seien Millionen iCloud+-Kunden, die für zusätzliche Privatsphäre bezahlt hätten.
Apple schweigt bislang
Die Klage fordert Schadenersatz sowie eine klare Offenlegung der Einschränkungen oder eine vollständige Behebung des Problems.
Apple hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert. Ob die Sammelklage zugelassen wird, muss nun ein Gericht entscheiden.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Foto: Freepik

