Ein Hackerangriff auf die Musik-KI-Plattform Suno liefert Einblicke in oft undurchsichtige Trainingsdaten von KI-Modellen.
Suno hatten wir ausführlich getestet. Die App findet ihr hier.
Die erbeuteten Daten enthalten detaillierte Scraping-Anweisungen und sollen das enorme Ausmaß belegen, mit dem Suno urheberrechtlich geschützte Werke von Plattformen und Apps wie YouTube Music, Deezer, Genius sowie aus verschiedenen lizenzfreien Bibliotheken (wie Pond5) angeblich abgegriffen hat.
Millionenfach Musiktitel geladen und ausgewertet
Allein von YouTube Music wurden angeblich über zwei Millionen Musiktitel beziehungsweise rund 114.000 Stunden Audiomaterial heruntergeladen. Neben den technischen Daten flossen dem Hacker auch Kundendaten wie E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Zahlungsinformationen über den Dienst Stripe zu.
Suno bestätigte den Vorfall gegenüber Gizmodo, betonte jedoch, dass der betroffene Code veraltet sei, keine sensiblen Kreditkartendaten kompromittiert wurden und eine Benachrichtigung der Kunden rechtlich nicht erforderlich war.
Label klagen bereits gegen Suno
Die Enthüllungen belasten Suno in einer ohnehin angespannten rechtlichen Lage. Mehrere große Musiklabels (darunter Universal Music Group, Sony Music und Warner Music) klagen bereits wegen massiver Urheberrechtsverletzungen gegen die KI-Plattform.
Zwar argumentiert Suno öffentlich und in Gerichtsdokumenten, dass das KI-Training auf frei im Netz zugänglichen Daten unter die US-amerikanische „Fair Use“-Regelung falle, doch die geleakten Daten stützen nun die Vorwürfe der Musikindustrie. Wie es damit weitergeht, ist nun abzuwarten.
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