Verschärft sich die Speicherkrise bei iPhone und Mac? Samsung-Mitarbeiter drohen mit Streik in Chip-Fabrik.
Bei Samsung droht ein ungewöhnlich großer Arbeitskampf. In Südkorea wollen Gewerkschaften stärker an den KI-getriebenen Gewinnen der Halbleitersparte beteiligt werden. Für die Tech-Branche kommt das heikel: Speicher ist durch den KI-Boom ohnehin knapp.
Beim KI-Boom geht es jetzt auch um die Belegschaft
Konkret fordern die Gewerkschaften eine feste Beteiligung von 15 Prozent am Betriebsgewinn der jeweiligen Samsung-Sparten. Außerdem soll die bisherige Grenze fallen, nach der Boni maximal 50 Prozent des normalen Jahresgehalts ausmachen, wie The Chosun berichtet.
Der Hintergrund ist schnell erklärt: Samsung hat im ersten Quartal Rekordzahlen vorgelegt. Der Konzern meldete 133,9 Billionen Won Umsatz und 57,2 Billionen Won Betriebsgewinn. Allein die Halbleitersparte kam auf 53,7 Billionen Won Gewinn.

18 Tage Streik könnten die Speicherproduktion treffen
Samsung bietet laut Berichten offenbar einen einmaligen Bonus von 13 Prozent an. Der Knackpunkt ist aber die Dauerlösung: Die Gewerkschaft will die Beteiligung fest im Tarif verankern, Samsung möchte darüber anscheinend erst später sprechen.
Sollte keine Einigung gelingen, steht ab dem 21. Mai ein 18-tägiger Streik im Raum. Rund 26.000 Beschäftigte könnten teilnehmen, vor allem in den Halbleiterwerken. Weil Wafer monatelang durch die Fertigung laufen, würden sich die Folgen über einen längeren Zeitraum ziehen.
Für Apple wäre ein Streik katastrophal, weil eine ausbleibende Produktion die ohnehin knappen Chipkapazitäten verschärft. Bereits jetzt musste Apple verschiedene Speichervarianten vom Mac mini und Mac Studio vom Markt nehmen. Eine weitere Verschärfung könnte noch mehr Produkte bedrohen – vom iPhone bis zum MacBook.
Noch laufen aber Vermittlungsgespräche unter staatlicher Aufsicht. Wir bleiben gespannt, ob Samsung den großen Knall noch verhindert.
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