Am 2. Mai nahm Apple wie berichtet den Mac mini mit 256 GB aus dem Programm.
Damit erhöhte sich der Einstiegspreis des Mac mini. Doch das ist nicht alles. Die Speicherkrise, die Unternehmen weltweit betrifft, fordert Apple zu noch mehr Sparmaßnahmen.
Apple reduziert nun weitere Speicher- und Arbeitsspeicheroptionen bei seinen Desktop-Macs. Betroffen sind wieder der Mac mini und der Mac Studio.
Weniger Auswahl bei den Konfigurationen
Der Blick in Apples Online-Store zeigt: Das M4-Pro-Modell lässt sich aktuell nur noch mit maximal 48 GB Arbeitsspeicher konfigurieren, die frühere 64-GB-Option wurde entfernt. Auch beim regulären M4-Mac-mini entfällt die 32-GB-Variante.
Ähnliche Änderungen gibt es beim Mac Studio. Apple bietet das Modell mit M3 Ultra nicht mehr mit 256 GB RAM an. Bereits zuvor war die 512-GB-Variante eingestellt worden. Damit endet die Ausstattung aktuell bei 96 GB Arbeitsspeicher.
Lieferprobleme verschärfen sich
Parallel dazu verlängern sich die Lieferzeiten deutlich. Für einige Modelle nennt Apple inzwischen Wartezeiten von neun bis zehn Wochen. Bereits seit März und April wurden einzelne Konfigurationen zeitweise komplett aus dem Verkauf genommen.
KI-Boom sorgt für hohe Nachfrage
Apple-CEO Tim Cook hatte zuletzt erklärt, dass die Nachfrage nach Mac mini und Mac Studio deutlich höher ausfällt als erwartet. Besonders Entwickler und Unternehmen würden die Geräte zunehmend für lokale KI-Anwendungen und sogenannte Agenten-Systeme nutzen.
Durch Apples Unified-Memory-Architektur eignen sich die Geräte besonders für lokale KI-Modelle mit hohem Speicherbedarf.
Apple versucht offenbar Speicher zu sparen
Die aktuellen Änderungen deuten darauf hin, dass Apple seine verfügbaren RAM-Kapazitäten stärker priorisiert. Statt besonders speicherstarke Varianten anzubieten, konzentriert sich das Unternehmen offenbar auf Konfigurationen, die sich in größeren Stückzahlen produzieren lassen.
Wie lange die Einschränkungen bestehen bleiben, ist derzeit offen. Laut Tim Cook könnte es mehrere Monate dauern, bis Angebot und Nachfrage wieder im Gleichgewicht sind.
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