Meta hat seine Belegschaft in den USA über die Einführung einer neuen Tracking-Software informiert.
Sie gewährt tiefgreifende Einblicke in den Arbeitsalltag der Angestellten. Das Tool zeichnet laut dem Portal Reuters detailliert Mausbewegungen, Klicks sowie Tastenanschläge auf und fertigt Screenshots der Bildschirme an, während die Mitarbeiter Programme und Websites nutzen.
Keine Leistungsbeurteilung – sagt Meta
Der Konzern betont nun ausdrücklich, dass diese umfassende Datenerfassung nicht der Leistungsbeurteilung oder der Überwachung dient, sondern primär als Trainingsmaterial für die Entwicklung fortschrittlicher KI-Agenten fungiert.

Man will, so der Konzern, den Modellen den menschlichen Umgang mit komplexen Computer-Schnittstellen beibringen, da die KI derzeit etwa noch Schwierigkeiten bei der präzisen Steuerung von Dropdown-Menüs oder der Nutzung spezifischer Tastenkombinationen aufweist.
Meta will systemweit mehr auf KI setzen
Innerhalb von Meta ist diese Initiative Teil einer strategischen Neuausrichtung auf KI, die mit einem personellen Umbau und der Erprobung neuer Teamstrukturen einhergeht.
Durch die Analyse von Arbeitsabläufen der Mitarbeiter durch KI erhofft sich Meta, das es auch sonst nicht so mit Privatsphäre bei smarten Brillen nimmt, eine signifikante Steigerung der Betriebseffizienz.
Während diese Form der Datenerhebung in den USA rechtlich weitgehend unbedenklich ist, stößt sie in Europa auf rechtliche Hürden.
Experten weisen darauf hin, dass eine derart lückenlose Überwachung der Arbeitsschritte wohl gegen die Bestimmungen der DSGVO verstoßen würde. Daher führt Meta sie auch wohl nur in den USA durch.
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