Steigende Speicherpreise belasten Apple – dennoch verdient der Konzern kräftig an mehr Gigabyte.
Wer beim iPhone mehr Speicher bestellt, muss bei Apple tief in die Tasche greifen. Das war schon immer so. Eine neue Berechnung zeigt, wie sich steigende Chippreise auf die Aufschläge auswirken – und die Erkenntnisse sind wirklich interessant.
iPhone 18 Pro: 600 Dollar Aufpreis für 192 Dollar Kosten
Beim iPhone 18 Pro kostet der Sprung von 256 GB auf 1 TB ganze 750 Euro (in den USA 600 Dollar) – für den Preis gab es noch vor Kurzem ein ganzes iPhone. Laut Berechnungen des Wall Street Journal liegen Apples geschätzte direkte Mehrkosten für den zusätzlichen Speicher nur bei 192 Dollar.
Damit verlangt Apple für das Upgrade gut das Dreifache seiner geschätzten eigenen Kosten. Andere Kosten, etwa für Entwicklung und Vertrieb, sind dabei noch nicht berücksichtigt, dennoch ist der Aufpreis sehr happig.

Beim iPhone 17 Pro fiel der Aufschlag noch höher aus
Beim Vorgänger kostete derselbe Sprung von 256 GB auf 1 TB in den USA noch 400 Dollar. Apple soll für den zusätzlichen Speicher damals gerade einmal 42 Dollar gezahlt haben. Der Verkaufspreis lag damit fast beim Zehnfachen der geschätzten Teilekosten.
Der Aufpreis ist also um 200 Dollar gestiegen, gleichzeitig haben sich Apples direkte Kosten für das Upgrade mehr als vervierfacht. Die Differenz zwischen Verkaufspreis und Speicherpreis ist trotzdem von 358 auf 408 Dollar gewachsen.
Steigende Chippreise drücken dennoch auf Apples Marge
Ganz unbeschwert ist die Lage für Apple aber nicht. Im Septemberquartal lag die Bruttomarge bei 47,9 Prozent, für das Weihnachtsquartal erwartet der Konzern nur 45 bis 46 Prozent. Als wichtigen Grund nennt Finanzchef Kevan Parekh höhere Speicherpreise.
Bei Preisvergleichen ist allerdings Vorsicht angebracht: Die tatsächlichen Kosten kennt wohl nur Apple und die verbauten SSDs sind teils deutlich schneller als günstige Speicherkarten aus dem Handel. Trotzdem bleibt der Aufpreis beim iPhone beachtlich und wir hätten erwartet, dass Apple in schwierigen Zeiten mehr Marge opfert.
Sind euch die Aufpreise für mehr Speicher zu hoch? Kauft ihr stattdessen lieber Modelle mit weniger Speicher?
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Foto: Apple
