Microsoft hat mit der Abschaltung der Exchange Web Services begonnen. Apple Mail unterstützt den neuen Graph noch nicht.
Für Unternehmen mit Exchange Online könnte es auf Macs zu Problemen kommen. Microsofts Aktion mit der Abschaltung der alten EWS-Schnittstelle kommt ungelegen: Apples vorinstallierte Apps sind für den Wechsel noch nicht vollständig bereit.
Microsoft beginnt heute mit der schrittweisen EWS-Abschaltung
Exchange Web Services, kurz EWS, werden in Exchange Online schrittweise deaktiviert. Betroffen sind Anwendungen, die weiterhin über die alte Schnittstelle zugreifen. Im April 2027 soll EWS dann endgültig abgeschaltet werden.
Das ist vor allem für den Mac relevant: Mail, Kalender, Kontakte, Notizen und Erinnerungen setzen dort derzeit noch auf EWS. Administratoren können Apples Apps vorübergehend über Microsofts neue Allowlist weiter zulassen.

Apple verspricht Graph – aber noch ohne konkreten Termin
Apple arbeitet nach eigener Aussage bereits mit Microsoft zusammen. Die genannten System-Apps sollen in einem zukünftigen Update für macOS 27 auf Microsofts modernere Graph API umgestellt werden. Einen konkreten Veröffentlichungstermin nennt Apple allerdings noch immer nicht.
Nach aktuellem Stand fehlt die neue Anbindung damit noch. Auch ältere macOS-Versionen hat Apple bislang nicht für ein entsprechendes Graph-Update angekündigt. Firmen mit vielen Apple-Rechnern müssen deshalb vorerst über ihre IT-Abteilung reagieren.
iPhone und iPad bleiben vom EWS-Aus verschont
Auf dem iPhone und iPad sieht die Lage besser aus. Die Apps wie Apple Mail greifen dort bei Exchange Online über Exchange ActiveSync statt EWS zu – die aktuelle Abschaltung betrifft diese Geräte daher nicht.
Wichtig ist außerdem: Microsoft stellt EWS nur bei Exchange Online und Microsoft 365 ein. Lokale Exchange-Server sind von der Abschaltung nicht betroffen. Für Mac-Nutzer bleibt nun vor allem die Frage, wie schnell Apple sein angekündigtes macOS-Update nachliefert.
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