Fliegen kann er nicht. Beim Überqueren von Türschwellen hebt er trotzdem ab.
Mit dem DJI Romo P2 schickt der bekannte Hersteller DJI die zweite Generation seines Saug- und Wischroboters ins Rennen. 36.000 Pa Saugkraft, Kletterbeine für Türschwellen und eine Hinderniserkennung aus dem Drohnenbau: Auf dem Papier ist das Flaggschiff-Niveau.
Wir haben die Clean More Combo mit Extra-Zubehör durch unsere Test-Wohnung geschickt, inklusive verwinkeltem Altbau.
Gläsern und stolz drauf
Der Romo P2 sieht aus, als hätte ihn jemand aus einem Science-Fiction-Film geklaut. Roboter und Station sind transparent, ihr schaut direkt auf Tanks, Leitungen und Technik. Geschmackssache? Klar. Uns gefällt der Look richtig gut: modern, mutig und endlich mal kein grauer Kasten in der Ecke.
Einen klassischen Laserturm gibt es nicht. Stattdessen sitzen vorne ein 3D-ToF-LiDAR und zwei Fischaugen-Kameras, ganz wie bei DJIs Drohnen. Die Bauhöhe liegt bei 9,8 Zentimetern.

Das steckt im Karton
Getestet haben wir die Clean More Combo, also das Paket mit Extra-Zubehör. Damit seid ihr erst einmal eine ganze Weile versorgt:
- Romo P2 samt transpartenter Reinigungsstation
- Gummiwalzenbürste mit Anti-Tangle-Funktion (vorinstalliert)
- Zweite Rollbürste mit Borsten und Gummi für groben Schmutz und Teppiche
- Je eine Flasche Reinigungslösung und Boden-Geruchsentferner
- Ersatzteilpaket: zusätzliche Gummiwalze, acht Wischpads, zwei Seitenbürsten, zwei Filter
Die UVP der Combi liegt bei 1349 Euro, der P2 ohne Extras kostet 1299 Euro. Im Handel sind beide teils schon deutlich günstiger zu haben:


Die wichtigsten Daten
- Saugkraft: 36.000 Pa
- Navigation: 3D-ToF-LiDAR und zwei Fischaugen-Bildsensoren
- Höhe: 9,8 cm
- Kletterhöhe: 4 cm einstufig, 8,5 cm zweitstufig
- Wischen: zwei rotierende Mopps, einer fährt bis 12,4 cm über den Rand hinaus
- Bürsten: zweitgeteilte Gummiwalze, ausfahrbare Seitenbürste
- Station: Absaugung, Moppwäsche bis 80 Grad Celsius, Heißluft-Trockung, UV für den Staubbeutel
- Tanks: 4 Liter Frischwasser, 3,2 Liter Schmutzwasser
- Akku: 5.000 mAh
- App: DJI Home mit Live-Video, kein Matter
Türschwellen? Da lacht er nur
Die neuen Roboterbeine sind ein echtes Highlight. Über unsere Türschwellen klettert der Romo P2 einwandfrei. Kein Hängenbleiben, kein Drama, einfach drüber.
Einen kleinen Haken gibt es bei uns im Altbau: Dort sind manche Schwellen so breit wie der ganze Türrahmen tief. Der Romo P2 sieht darin nur ein Hindernis, das er überwinden muss, keine Fläche, die selbst sauber werden soll. Die Schwelle bleibt deshalb ungesaugt und ungewischt. Wer moderne, schmale Schwellen hat, merkt davon nichts.

Wischen: Hier spielt er ganz vorne mit
Beim Wischen zeigt der Romo P2 was er drauf hat – und das trotz fehlender Wischwalze. Der ausfahrbare Mopp kommt erstaunlich weit und zuverlässig in die Ecken. Um Möbel herum wischt er exakt, ohne den typischen Rand stehen zu lassen.
Und wo der Roboter selbst nicht drunterpasst, etwa bei sehr niedrigen Möbeln, schiebt er einfach das Pad darunter. Klingt simpel, bringt im Alltag aber richtig viel.
Danach übernimmt die Station: Sie wäscht die Mopps mit bis zu 80 Grad heißem Wasser und trocknet sie mit warmer Luft. Ihr müsst euch um nichts kümmern.

Saugen: Kraftvoll, in Ecken etwas zurückhaltend
36.000 Pa sind aktuell Flaggschiff-Niveau, auf glatten Böden bleibt kaum etwas liegen. In manch verwinkelte Ecke kommt der Sauger aber nicht ganz so weit hinein wie der Wischmopp – und das trotz ausfahrbarer Seitenbürste. Dann bleiben dort schon mal etwas Staub oder ein paar Körner liegen. Der Mopp wischt anschließend drüber und verteilt den Rest gelegentlich ein wenig.
An Wänden fährt er meist sauber bis an den Rand. Ab und zu lässt er aber rund einen Zentimeter Luft.
Spannend wird es bei Ecken, die nicht exakt 90 Grad haben, wie man sie im Altbau gern findet. Hier traut sich der Romo P2 nicht ganz hinein, obwohl er locker reinpassen würde. Er will eben nirgends anecken. Ein bisschen mehr Mut stünde ihm gut.
Haare? Müssen draußen bleiben
DJI nennt sein Bürstensystem DualSweep. Die zweigeteilte Gummiwalze verzichtet auf klassische Borsten, die Seitenbürsten haben zwei Arme. Deren Kreisbahn überlappt mit der Hauptbürste, so werden Fusseln direkt abgestreift und eingesaugt.
Wer viel Teppich hat oder es gründlicher mag, greift zur mitgelieferten Wechselbürste: Sie kombiniert Borsten mit Gummilamellen und packt tiefer sitzenden Schmutz besser.
Ergebnis im Test: Bei uns hat sich kein einziges Haar verheddert. Kein Schneiden, kein Fummeln mit der Schere. Herrlich.

Hinderniserkennung: Die Drohnen-Gene zahlen sich aus
Hier spielt der DJI seine größte Stärke aus. Laut Hersteller erkennt der Romo P2 Hindernisse schon ab 2 Millimetern Dicke. Dazu zählen unter anderem:
- Kabel und Ladekabel
- Socken, Schuhe und Schnürsenkel
- Spielzeug wie Lego Bausteine
- Glas und bodentiefe Spiegel
- Stuhl- und Tischbeine
In der App seht ihr auf Wunsch sogar Fotos der erkannten Hindernisse.
Auch im Dunkeln tappt der Romo P2 nicht im Dunkeln. Wird es unter dem Sofa, im Schrank-Schatten oder in einem unbeleuchteten Raum zu finster, schaltet er seine eigene Beleuchtung zu. Zwei LEDs sitzen dafür an der Unterseite und leuchten wie eine Unterbodenbeleuchtung den Weg aus. So reinigt er auch abends oder nachts zuverlässig, ohne dass ihr extra Licht anlassen müsst.
Manchmal ist er fast schon zu gut. Selbst wenn in der App die maximale Reinigungsabdeckung Vorrang vor der Hindernisvermeidung hat, bleibt er gelegentlich vorsichtig. Enge Durchgänge mit jeweils 1 bis 2 Zentimetern Luft links und rechts lässt er lieber aus. Das ist klassische Software-Sache, und genau so etwas kann DJI per Update nachschärfen.
Mit leichten Läufern kommt er dagegen nicht so gut klar und schiebt sie vor sich her. Eine Antirutschmatte darunter schafft schnell Abhilfe.
Die App: Viel Kontrolle, wenig Gefummel
Gesteuert wird der Romo P2 über die DJI Home App. Die Einrichtung ist schnell erledigt: per Bluetooth koppeln, WLAN wählen, lokales Passwort festlegen, fertig. Danach fährt der Roboter die Wohnung ab und legt in wenigen Minuten eine Karte an.
Ganz perfekt war die erste Raumaufteilung bei uns nicht: Zwei Zimmer hat der Romo P2 als ein großes erkannt. Das ist aber schnell behoben. Ihr zieht in der App einfach eine Trennlinie, und schon sind es zwei Räume.
Richtig gut gefällt uns, wie fein sich die Reinigung pro Raum einstellen lässt. Für jedes Zimmer legt ihr fest:
- ob gesaugt, gewischt oder beides gemacht wird
- wie viele Durchgänge es sein sollen
- welches Reinigungsmittel zum Einsatz kommt
- in welcher Reihenfolge die Räume drankommen
Dazu kommen die üblichen Extras: drei Saugstufen, vier Wasserstufen und drei Routen-Modi von Schnell bis Fein. Ihr könnt No-Go-Zonen anlegen, das Verhalten auf Teppichen festlegen und Haustierbereiche markieren, in denen der Romo P2 automatisch stärker saugt. Auf Wunsch liefert die Kamera sogar ein verschlüsseltes Live-Bild, der Sauger wird so zur fahrbaren Überwachungskamera.
Beim Datenschutz legt DJI nach
App und Roboter hat der TÜV Süd geprüft, ein lokaler Datenmodus ohne Internetverbindung soll noch im vierten Quartal 2026 folgen. Was fehlt, ist Matter. Direkt in Apples Home-App bekommt ihr den Romo P2 also nicht.

Leise im Einsatz, lauter beim Boxenstopp
Beim Saugen und Wischen ist der Romo P2 angenehm zurückhaltend. Die Kollegen von Notebookcheck haben im Labor (was wir nicht haben) in der Standardstufe rund 55 dB aus einem Meter Abstand gemessen. Lauter wird es nur in der Station, wenn sie den Staub absaugt und Wasser nachfüllt. Das gehört bei Absaugstationen aber nun mal dazu.
Fazit: Fast perfekt, den Rest regelt ein Update
Der DJI Romo P2 kann eigentlich alles, und das meiste davon richtig gut. Klettern, Wischen, Haare, Hinderniserkennung: Hier spielt er in der Champions League. Die kleinen Schwächen haben fast alle dieselbe Ursache, er ist schlicht zu vorsichtig.
Schiefe Ecken, enge Durchgänge, breite Altbau-Schwellen: Das alles kann DJI per Software-Update nachbessern. Wer modernes Design mag und einen Roboter sucht, der nichts einsaugt, was er nicht soll, macht mit dem Romo P2 wenig falsch.
Pro
- Klettert mühelos über Türschwellen
- Wischt sehr gründlich bis in die Ecken, um Möbel und unter niedrige Möbel
- Keine verhedderten Haare
- Extrem gute Hinderniserkennung
- Leise im Betrieb
- Großzügiger Lieferumfang der Combo
- Auffälliges, modernes Design
Contra
- Teils übervorsichtig an engen Stellen und in schiefen Ecken
- Lässt breite Altbau-Schwellen aus
- Schiebt leichte Läufer vor sich her
DJI Romo P2 im iTopnews-Test
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Benutzung - 9/109/10
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Design - 10/1010/10
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Verarbeitung - 9,5/1010/10
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Preis/Leistung - 9,5/1010/10
Das sagt iTopnews
Der DJI Romo P2 kann eigentlich alles, und das meiste davon richtig gut. Klettern, Wischen, Haare, Hinderniserkennung: Hier spielt er in der Champions League.
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