Die Stiftung Warentest hat 18 Tarife von zehn verschiedenen E-Mail-Anbietern durchleuchtet.
Darin kürt die Stiftung die kostenpflichtigen Dienste von Posteo (Gesamtnote 1,7) und Mailbox (Gesamtnote 1,8) zu den Testsiegern. Beide Angebote schlagen mit jeweils einem Euro pro Monat zu Buche und setzten sich im Testfeld durch.
Besonderes Augenmerk auf Privatsphäre
Dieses umfasste sowohl US-Konzerne wie Apple, Google und Microsoft als auch etablierte deutsche Anbieter wie GMX, Web.de und T-Online. Gut schnitten die Sieger vor allem beim Kriterium Privatsphäre ab.

Aber: Während bei den Bezahlangeboten zwar immerhin vier Dienste mit der Note Gut bewertet wurden, erreichte keiner der acht getesteten Gratis-Tarife eine gute Gesamtnote.
Den Ausschlag für das hervorragende Abschneiden der beiden Spitzenreiter gaben neben der Einbindung offener Standards wie IMAP, POP3 und S/MIME vor allem vorbildliche Vorkehrungen beim Datenschutz, ein sparsames Datensendeverhalten der Apps sowie das Fehlen von Werbung.
Mehr Souveränität mit deutschen Diensten
Zudem warnt die Stiftung Warentest vor den rechtlichen Risiken von US-Diensten. Denn dort sind Anbieter wie Apple, Microsoft oder Google verpflichtet, US-Behörden im Zugriff auf Nutzerkonten einzuräumen, ohne die Betroffenen darüber in Kenntnis zu setzen.
Das Testergebnis unterstreicht die Bedeutung europäischer, datenschutzorientierter Anbieter für die digitale Souveränität.
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