Kauft ihr oft billig in China? Auf „günstige“ Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern kommen weitere Kosten zu.
Die EU will spätestens ab 1. November eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr für kleine Pakete einführen. Betroffen sind vor allem Sendungen aus Online-Marktplätzen wie Temu, Shein und AliExpress.
Bereits seit dem 1. Juli gilt für Waren mit einem Wert von weniger als 150 Euro ein pauschaler Zoll von drei Euro. Dieser Betrag wird nicht zwingend nur einmal pro Paket berechnet: Enthält eine Sendung Waren aus mehreren Zollkategorien, kann die Abgabe mehrfach anfallen.
Am Ende zahlt ihr wohl als Kunde drauf
Die neue Bearbeitungsgebühr soll die Zollbehörden bei Kontrolle und Abwicklung der stark gestiegenen Paketmengen unterstützen. Nach Angaben der EU stammen rund 90 Prozent der Kleinsendungen aus China.
Die Kosten sollen zunächst die Online-Plattformen tragen. Ob und in welchem Umfang sie diese später an euch weitergeben, bleibt ihnen überlassen…
Besonders vermeintlich günstige Einzelbestellungen könnten künftig spürbar weniger attraktiv sein. Wer häufiger Zubehör oder kleine Technikprodukte bestellt, sollte den Endpreis einschließlich möglicher Abgaben genau prüfen.
EU will mehr Kontrolle im Onlinehandel
Die EU als Kontrollinstanz begründet die Reform mit Wettbewerbsnachteilen für Händler innerhalb der Union, Sicherheitsrisiken und Umweltbelastungen. Viele Waren werden bislang in zahlreichen Einzelpaketen verschickt.
Nicht jeder Deal ist ein Deal: Auch bei vermeintlich Angeboten lohnt sich deshalb künftig der Blick auf europäische Händler.
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