Sonos stellt sein vernetztes Audiosystem mit Sonos 27 neu auf und startet neue Produkte.
Die nächste Generation des Audio-Betriebssystems kombiniert eine überarbeitete App mit zusätzlichen Steuerungsmöglichkeiten, neuen Funktionen für den Wechsel zwischen Lautsprechern und Kopfhörern sowie zwei neuen Geräten.
Parallel erscheinen die Soundbar Beam Ultra und der Over-Ear-Kopfhörer Sonos Ace Ultra.
Sonos 27 soll für alle Produkte verfügbar werden, die mit Sonos S2 arbeiten. Einzelne Neuerungen bleiben allerdings bestimmten Geräten vorbehalten. Die überarbeitete Navigation der App wird ab 8. September schrittweise verteilt.
Steuerung über ChatGPT und weitere Assistenten
Mit Sonos 27voice führt das Unternehmen einen eigenen Assistenten für Musik und Stimmungen ein. Gleichzeitig öffnet Sonos sein System stärker für externe KI-Dienste. Über Sonos 27mcp können unterschiedliche Assistenten und Agenten angebunden werden, darunter ChatGPT.
Ihr könnt ChatGPT dadurch auf dem Smartphone oder Computer darum bitten, Musik im Haus abzuspielen, ohne das laufende Gespräch zu verlassen. Künftig sollen außerdem individuelle Sonos Custom Agents möglich sein. Diese lassen sich laut Ankündigung mit einem eigenen Modell, einer Persona und einer Stimme ausstatten. Sonos verfolgt damit bewusst einen offenen Ansatz, bei dem nicht ein einzelner Assistent sämtliche Aufgaben übernehmen muss.
Ton folgt Lautsprechern und Kopfhörern
Unter der Bezeichnung Sonos Fabric bündelt Sonos Funktionen, durch die Geräte einander erkennen und auf ihre Position reagieren. Headphone Linking verbindet den neuen Ace Ultra direkt mit dem Sonos-System. Per Tastendruck lässt sich der Ton von einem Lautsprecher auf den Kopfhörer und wieder zurück übertragen – ein Smartphone ist dafür nicht erforderlich.
Die Sonos Positioning Technology verwendet Hochfrequenzschall, um die Position eines kompatiblen Lautsprechers zu bestimmen. Tragbare Modelle können dadurch automatisch als Surround-Lautsprecher eingesetzt werden, sobald sie passend aufgestellt sind. Ab 8. September soll das mit Sonos Move 2 und Sonos Play funktionieren.
Gerade diese flexible Nutzung finden wir persönlich interessant: Einen mobilen Lautsprecher bei Bedarf in das Heimkino einzubeziehen, erscheint im Alltag praktischer, als dauerhaft zusätzliche Surround-Boxen aufstellen zu müssen.
Neu: Beam Ultra mit 7.1.2 Dolby Atmos
Die Beam Ultra ist eine mittelgroße Soundbar mit neun einzelnen Treibern. Zwei davon strahlen nach oben und ermöglichen echtes 7.1.2 Dolby Atmos. Trotz der kompakten Form der bisherigen Beam verspricht Sonos einen wärmeren Bass und eine räumlichere Wiedergabe.
Ein neu konstruierter Center-Kanal soll Dialoge deutlicher wiedergeben. Ergänzend stehen vier Stufen einer KI-gestützten Sprachverbesserung und ein Nachtmodus bereit. Ihr könnt die Soundbar über WLAN, Bluetooth und HDMI eARC verbinden. Das Heimkino lässt sich später um einen Subwoofer und zusätzliche Surround-Lautsprecher erweitern. Trueplay passt die Wiedergabe an den jeweiligen Raum an.
Neu: Ace Ultra mit adaptiver Geräuschunterdrückung
Der Sonos Ace Ultra arbeitet mit einem neu entwickelten 40-Millimeter-Treiber und einer adaptiven Geräuschunterdrückung, für die zehn Mikrofone eingesetzt werden. Bei aktiviertem ANC soll der Akku bis zu 35 Stunden durchhalten.
Erstmals kommt die neue Headphone Engine 2 zum Einsatz. Sie ermöglicht die direkte Einbindung des Kopfhörers in das Sonos-System und bildet die technische Grundlage für Headphone Linking. TrueCinema stimmt die Wiedergabe auf den Raum ab, wenn der Ton von einer kompatiblen Soundbar übernommen wird. Für externe Quellen stehen USB-C und ein 3,5-Millimeter-Anschluss bereit.
Preise und Verfügbarkeit
Die Beam Ultra kostet 699 Euro, der Sonos Ace Ultra 449 Euro. Beide Geräte können ab heute bei Sonos und ausgewählten Handelspartnern vorbestellt werden. Der reguläre Verkauf beginnt am 29. September. Gleichzeitig startet Headphone Linking zunächst als Early-Access-Funktion und exklusiv für den Ace Ultra.
Unser Eindruck: Die neue Hardware wirkt solide, spannender ist jedoch die engere Verzahnung des gesamten Systems. Vor allem die offene KI-Anbindung, der schnelle Wechsel zum Kopfhörer und die portable Surround-Lösung könnten euch im Alltag einen echten Mehrwert bieten. Entscheidend wird sein, wie zuverlässig diese Funktionen nach ihrer schrittweisen Einführung tatsächlich zusammenspielen.
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