Der US-Kartendienst MapQuest feiert ein politisches Comeback und führt die App-Store-Charts in Kanada an.
In den USA belegt die App zudem den vierten Platz der kostenlosen iPhone-Apps. Auslöser für den plötzlichen Nachfrageboom war die Weigerung des Unternehmens, den Namen des Lake Ontario auf seinen Karten in „Lake America“ zu ändern.
MapQuest wehrt sich gegen Trump
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor per Dekret eine offizielle Umbenennung des Grenzgewässers angeordnet. Dem leistete MapQuest bislang jedoch nicht Folge – was User freute.

Nach der Entscheidung stiegen die Nutzerzahlen des Dienstes laut eigenen Angaben um das 50-Fache an, begleitet von Hunderttausenden Neudownloads. Wettbewerber wie Google Maps haben die neue Bezeichnung in den USA bereits übernommen.
Vertrautheit für User als Argument
Hingegen behält MapQuest wie auch Apple Maps vorerst die etablierte Bezeichnung bei. Der Anbieter begründete den Schritt damit, Vertrautheit für die Nutzer wahren zu wollen, was im Netz auf breite Zustimmung stieß.
MapQuest gehört zu den Pionieren der digitalen Navigation. Der US-Dienst ging am 6. Februar 1996 online und existiert damit seit mehr als 30 Jahren.
Auf dem Höhepunkt erreichte MapQuest über 50 Millionen monatliche Nutzer. Aktuelle verlässliche Angaben veröffentlicht das Unternehmen nicht, 2019 war noch von rund 38 Millionen monatlichen Nutzern die Rede.
Apple Karten seit 2012 am Start
Apple Karten startete am 19. September 2012 gemeinsam mit iOS 6 und ist somit seit fast 14 Jahren verfügbar. Auch Apple nennt keine offizielle weltweite Nutzerzahl.
Schätzungen schwanken deshalb erheblich: Vorsichtige Berechnungen gehen von etwa 500 Millionen Nutzern aus, andere kommen auf bis zu 900 Millionen. Die Zahlen sind nicht direkt vergleichbar, da teils monatlich aktive Nutzer, teils die gesamte geschätzte Nutzerschaft gezählt werden.
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