Aufgrund strengerer EU-Regulierung stellt Apple aktuell Selbsteinschätzungen zur Reparierbarkeit seiner neuen Hardware bereit.
Im Infoblatt zum iPhone 18 Pro nennt Apple im direkten Vergleich zum Vorgänger leichte Fortschritte: Der allgemeine Reparierbarkeitsindex steigt von 3,04 auf 3,14 von maximal 5 Punkten, während die Gesamteinstufung unverändert in der mittleren Klasse C verbleibt.
Besseres Abschneiden in einigen Kategorien
Den deutlichsten Sprung erzielt das neue Flaggschiff in der Unterkategorie „Werkzeuge“ von 2,05 auf 2,55 Punkte, was auf einen reduzierten Bedarf an proprietärem Spezialwerkzeug hindeutet. Auch bei der Zerlegungstiefe schneidet das Modell besser ab.

Kategorien wie Ersatzteilverfügbarkeit oder Befestigungselemente verharren aber auf dem alten Niveau verharren. Obwohl unabhängige Demontagen von Portalen wie iFixit noch ausstehen, signalisiert der Anstieg des Scores, dass der wachsende gesetzliche Druck bei Reparierbarkeit in Cupertino Wirkung zeigt.
Gleichzeitig offenbart eine aktuelle Bilanz von iFixit und der „Right to Repair“-Kampagne Defizite bei der Umsetzung der seit Juni 2025 geltenden EU-Ökodesign-Richtlinie. Eine Auswertung von über 2.300 Datensätzen ergab, dass 80 Prozent der überprüften Smartphones die Gesetze nicht einhalten.
EU-Datenbank wird nicht sauber gepflegt
Nur bei knapp 18 Prozent führen hinterlegte Links zu nutzbaren Reparaturanleitungen oder Ersatzteilpreisen. Bei fast der Hälfte der Datenbankeinträge blieben die Links leer, während manche Dritthersteller auf Online-Marktplätze verweisen oder Bestnoten vergeben, ohne erforderliche Dokumente bereitzustellen.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Foto: Apple
