Apples Kartendienst Apple Karten steht vor einer weiteren Kontroverse im Zusammenhang mit chinesischen Zensurvorgaben.
Nach Berichten der BBC wurden auf den Satellitenkarten der Karten-App viele Areale innerhalb Chinas unkenntlich gemacht. Während die Verpixelung offiziell primär dem Schutz militärischer Einrichtungen dient, betreffen die Zensurmaßnahmen auch Standorte mutmaßlicher Internierungslager, die mit Menschenrechtsverletzungen in Verbindung gebracht werden.
Filter international sichtbar
Die Unschärfe-Filter sind dabei vor allem für Nutzer außerhalb Chinas sichtbar, was darauf hindeutet, dass staatliche Vorgaben gezielt den Informationsfluss gegenüber dem Ausland einschränken sollen.
Apple verwies in einer Stellungnahme darauf, dass der lokale Datenlieferant die geltenden Gesetze des Landes einhalten müsse. In China greift der Konzern auf das Kartenmaterial von AMap (Gaode) zurück, einer Tochtergesellschaft der Alibaba Group.
Mitbewerber verpixeln noch nicht so stark
Bemerkenswert ist, dass Mitbewerber wie Google, Bing oder Baidu sowie die globale Version der AMap-Karten-App diese Standorte bislang nicht im selben Maße unkenntlich machen. Wieso Apple hier bereits voreilenden Gehorsam zu leisten scheint, ist unklar.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Foto: Apple Karten


