So viel Spaß beim Umbauen hat ein Beats-Kopfhörer noch nie gemacht.
Die heute Nachmittag um 16 Uhr vorgestellten neuen Beats 360 sind die ersten Over-Ears von Apples Audiomarke, die sich komplett individualisieren lassen. Ohrpolster leicht drehen, abnehmen, andere einrasten – fertig. Auch das Polster am Kopfbügel lässt sich wegklipsen.
Im Hands-on von iTopnews macht das viel Spaß: Volt-gelbe Polster am himmelblauen Modell, zwei verschiedene Farben an den Ohren, das schreit nach TikTok, Instagram und Großstadt. Das Angenehmste: Die Beats 360 wiegen mit 297 Gramm inklusive Polster deutlich weniger als das Apple-Schwergewicht AirPods Max 2 mit 386 Gramm. Und das spürt Ihr in jeder Lebenslage.
Nachfolger der Studio Pro
Nach 13 Jahren lösen die 360 die Beats Studio Pro als Topmodell ab. Die Studio Pro bleiben im Programm: Apple senkt den Listenpreis auf 299,95 Euro, Straßenpreise starten bei rund 200 Euro. Die neuen 360 kosten 349,95 Euro und kommen in den Grundfarben Schwarz, Wolke, Pink und Himmelblau.
So klingen die 360
Klanglich gefallen die neuen Over-Ears sofort. Die frühere Beats-Basswucht ist längst gezähmt: Der Sound wirkt ausgewogen, sauber und detailreich. Mit dem neuen EQ in iOS 27 lässt er sich gut auf den eigenen Geschmack trimmen. Neu entwickelte Treiber arbeiten mit hochempfindlichen Dreischichtmembranen und je zwei Neodym-Magneten.
Deutlich effektiveres ANC
Die adaptive Geräuschunterdrückung soll bis zu 1,75-mal stärker arbeiten als bei den Studio Pro. Dazu kommen Transparenzmodus, Adaptive EQ sowie personalisiertes 3D Audio mit dynamischem Headtracking und Dolby Atmos. Beschleunigungs- und Gyrosensor sitzen links.
Bequemer – und regenfest
Die serienmäßigen „Performance Knit“-Polster kombinieren Memory Foam mit atmungsaktivem Strickgewebe. Alternativ gibt es „Premium“-Polster aus künstlichem Leder. Der neue Kopfbügel verteilt Gewicht und Anpressdruck fühlbar angenehm. Erstmals sind Beats-Over-Ears zudem nach IPX4 gegen Schweiß und Spritzwasser geschützt. Schwitzen im Gym oder Joggen im Regen sind also kein Problem mehr.
Neun Mikrofone, 32 Stunden
Neun MEMS-Mikrofone kümmern sich um ANC und Sprache: acht um die Geräuschunterdrückung, drei um die Stimme, zwei davon doppelt genutzt. Beamforming soll Anrufe verbessern. Bluetooth 5.3 Class 1 bietet hohe Reichweite. Am iPhone klappt das Koppeln so bequem wie bei AirPods. Dazu kommen Gerätewechsel, „Hey Siri“, Audiofreigabe und „Wo ist?“. Android bietet Fast Pair, Audio-Wechsel und Find Hub. Der Akku hält bis zu 32 Stunden, auch mit ANC und personalisiertem 3D Audio. Fünf Minuten USB-C-Laden bringen laut Beats bis zu eine Stunde Musik.
Polster erstmal zum Schnäppchenpreis
Die Wechselsets enthalten jeweils Ohr- und Kopfbügelpolster. Die Stoffversion „Performance Knit“ gibt es in sechs Farben, darunter Navy und Volt. „Premium“ ist in Schwarz und Wolke verfügbar. Regulär kosten die Kits 59,95 Euro, zum Start bei Apple aber nur 9,95 Euro – solange der Vorrat reicht.
Tolles Konzept, schwaches Case
Einziger echter Dämpfer ist die schwarze Tasche aus Ripstop-Gewebe. Sie wirkt sehr „kostengünstig“, schützt kaum und schließt nur per Magnetleiste statt Reißverschluss. Hier hat Apple/Beats am falschen Ende gespart. Die Beats 360 lohnen sich dennoch. Es gibt sie ab sofort auf apple.com/de, auf der Beats-Website – und ab Donnerstag auch bei Amazon.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Fotos: Beats by Dre





