Eine neue Studie offenbart Probleme in vier bekannten Messengern: WhatsApp, Signal, Threema und iMessage.
Auf dem Usenix Security Symposium zeigten Experten von der Interdisciplinary Transformation University Austria, dass ein böswilliges Gruppenmitglied mithilfe manipulierter Clients Teilnehmern abweichende Chatverläufe anzeigen kann.
Kryptografische Sicherheitslücke
Da die Apps Nachrichten nicht kryptografisch an einen für alle prüfbaren Gesamtwert binden – eine Eigenschaft namens Transcript Consistency – lässt sich die Manipulation durchführen, ohne die Verschlüsselung brechen zu müssen oder Warnhinweise auszulösen.
Diese Konsistenzlücken ermöglichen gezieltes Social Engineering, da Angreifer beispielsweise einzelnen Opfern schädliche Links zusenden können, während Moderatoren an derselben Stelle harmlose Inhalte sehen.
Zudem lassen sich Nachrichten vor Administratoren verbergen oder Gruppenabstimmungen verfälschen, ohne dass der Verlauf für das einzelne Mitglied unplausibel wirkt.
Noch keine Lösung des Problems in Sicht
Die betroffenen Anbieter wurden im Februar 2026 informiert. Während Meta und Threema punktuelle Anpassungen ankündigten und Signal den Bug bei künftigen Updates berücksichtigen möchte, bietet bislang keiner eine vollständige Behebung des grundlegenden Architekturproblems an.
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