Ein raffinierter Trick brachte selbst Apples Kontrollsystem ins Wanken.
Telegram war weltweit kurzzeitig aus dem App Store verschwunden. Schnell kursierten Spekulationen über politische Gründe oder technische Verstöße.
Apple erklärte später jedoch: „Wir haben Telegram kurzzeitig aus dem App Store entfernt, nachdem unsere Überprüfung Inhalte gefunden hatte, die gegen unsere strengen Richtlinien zum Verbot von Material über sexuellen Kindesmissbrauch verstoßen.“
Moderation ausgetrickst
Telegram-Chef Pavel Durov spricht jetzt von einem gezielten Angriff. Ein Erpresser habe KI-veränderte illegale Inhalte nachträglich in einer alten Nachricht versteckt und so die Moderation umgangen.
Erpressung statt Zufall
Laut Durov handelte es sich um einen „Takedown-Erpresser“, der Gruppenbetreiber unter Druck setzt: Wer nicht zahlt, dessen Community wird mit illegalen Inhalten präpariert und anschließend bei Apple gemeldet.
The brief removal and restoration of Telegram from the App Store was a targeted attack by a „takedown extortionist,“ and it’s something the company’s CEO says can be weaponized against other apps By @MalcolmOwen
— AppleInsider (@appleinsider) August 4, 2026
Apple reagierte sofort
Telegram betont: „Apple meldete einen Nutzer, der Material über sexuellen Kindesmissbrauch verbreitete und sofort gesperrt wurde.“
Außerdem habe der Dienst 2026 bereits „mehr als 337.900 Gruppen und Kanäle“ mit solchen Inhalten entfernt.
Warnung an Entwickler
Durov kritisiert, Apple habe überreagiert. Das schaffe „ein potenzielles systemisches Risiko für jede mobile App, die nutzergenerierte Inhalte hostet.“
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