Apple sieht sich im US-Bundesstaat Illinois mit einer Sammelklage von bis zu 32,5 Milliarden US-Dollar konfrontiert.
Die Kläger werden Apple vor, dass man mit der automatischen Gesichtserkennung in der Fotos-App das lokale Datenschutzrecht verletzte. Laut Klageschrift analysiert die App Personen auf Aufnahmen, erstellt individuelle Gesichtsprofile und synchronisiert diese Daten ohne die Einwilligung der Nutzer über iCloud.
Facebook musste schon viel Geld blechen
Betroffen sind laut der Financial Times rund 6,5 Millionen Einwohner von Illinois, deren Ansprüche sich auf den Biometric Information Privacy Act (BIPA) von 2008 stützen. Das Gesetz sieht bei Verstößen Strafen von bis zu 5.000 US-Dollar pro Person vor und führte 2021 bereits zu einem 650-Millionen-Dollar-Vergleich im Fall von Facebook.
Apple bestreitet die Vorwürfe und argumentiert, dass die verwendeten Daten nicht als biometrische Identifikatoren gelten, da Schutzmechanismen eine Rekonstruktion von Gesichtern verhindern und keine Verknüpfung mit Klarnamen stattfinde.
Weg für ein Hauptverfahren ist frei
Der Konzern scheiterte jedoch mit dem Versuch, die Klage abzuweisen: Ein Richter stufte die Eingabe als Sammelklage ein, und auch das zuständige US-Berufungsgericht wies Apples Einspruch ab. Damit ist der Weg frei für ein Hauptverfahren, in dem sich Apple verantworten muss.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Foto: Apple

