Apple und die EU suchen einen Weg aus dem KI-Streit. Jetzt schaltet sich auch der CEO persönlich ein.
Der Streit um Siri AI in Europa ist jetzt Chefsache. Tim Cook hat sich virtuell mit EU-Techchefin Henna Virkkunen getroffen – kurz nachdem Apple den Start der neuen Siri-Funktionen in der EU verschoben hatte.
Siri AI hängt in Europa weiter am DMA fest
Apple hatte zur WWDC26 erklärt, dass Siri AI nicht mit iOS 27 und iPadOS 27 in der EU startet. Auf dem iPhone und iPad fehlen damit mehrere neue KI-Funktionen in Europa zunächst komplett.
Als Grund nennt Apple den Digital Markets Act. Der Konzern verweist auf seinen „Trusted System Agent“, der anderen Assistenten sicheren Zugriff ermöglichen sollte. Auch ein Übergang über 18 Monate wurde laut Apple von der EU abgelehnt.
Die EU sieht das anders. Laut Kommissionssprecher Thomas Regnier verbiete der DMA keine neuen Produkte. Apple habe demnach schlicht keine Lösung vorgelegt, die den europäischen Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit genügt.

Tim Cook schaltet sich persönlich ein
Nun soll Cook den Knoten lösen. Laut der Financial Times hat sich Apples CEO mit Henna Virkkunen von der EU unterhalten. In dem Gespräch ging es offenbar darum, wie Apple Siri AI doch nach Europa bringen kann, ohne gegen die DMA-Regeln zu verstoßen. Offiziell war von einem „konstruktiven Austausch“ die Rede.
Spannend ist auch der Zeitpunkt: Cook gibt den CEO-Posten am 1. September an John Ternus ab und wird Executive Chairman. Apple hat bereits angekündigt, dass er sich dann unter anderem um Gespräche mit Regierungen kümmern soll.
Für EU-Nutzer bleibt die Lage damit ziemlich unbefriedigend. Apple und Brüssel reden wieder miteinander, aber ein Zeitplan für Siri AI auf iOS und iPadOS in Europa fehlt weiterhin. Gut möglich, dass sich dieser Streit noch eine Weile zieht.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Bild: iTopnews
