Der Streit um angeblich gestohlene Apple-Geheimnisse nimmt zu – doch Jony Ive wird nicht erwähnt.
Apple zieht den Streit mit OpenAI weiter auf. Es geht um frühere Apple-Mitarbeiter, die angebliche Hardware-Geheimnisse von Apple gestohlen haben. Auffällig ist aber: Jony Ive taucht in der Klage nicht als Beklagter auf.
Apple nimmt OpenAI ins Visier – aber nicht Jony Ive
Laut Bloomberg hat Apple rechtliche Schreiben an rund 40 frühere Mitarbeiter geschickt, die inzwischen bei OpenAI arbeiten. Sie sollen mögliche Dokumente und Kommunikation aufbewahren, die für den Fall relevant sein könnten.
Die Klage selbst richtet sich gegen OpenAI, io Products sowie die früheren Apple-Mitarbeiter Tang Tan und Chang Liu. Tan arbeitete lange an iPhone und Apple Watch, Liu war als Elektroingenieur bei Apple tätig.

Warum Apple den Ex-Designchef wohl schont
Jony Ive ist eng mit OpenAIs Hardwareplänen verbunden, wird aber nicht direkt beschuldigt. Bloomberg-Reporter Mark Gurman nennt dafür zwei mögliche Gründe: Ive soll nicht operativ für Recruiting oder interne Abläufe zuständig gewesen sein.
Außerdem wäre ein Angriff auf Ive für Apple heikel. Der frühere Designchef ist eng mit der Geschichte des Unternehmens verbunden. Eine Klage gegen ihn könnte schnell so wirken, als wolle Apple alte Rechnungen begleichen.
So kam es zu dem Streit zwischen Apple und OpenAI
Apple wirft OpenAI vor, durch frühere Mitarbeiter vertrauliche Informationen zu unveröffentlichten Produkten, Fertigungsprozessen und Lieferanten erhalten zu haben. OpenAI weist die Vorwürfe zurück und sieht bisher keine Belege für Apples Darstellung.
Spannend bleibt damit weniger, ob Apple hart gegen OpenAI vorgeht – das tut der Konzern bereits. Die Frage ist eher, ob der Fall OpenAIs Hardwarepläne wirklich ausbremsen kann. Gerade dort könnte OpenAI Apple an einem sehr empfindlichen Punkt treffen. Bisher ist es egal, welche KI die beste ist, solange sie am Ende auf dem iPhone ausgeführt werden. Ist aber das iPhone als Ganzes bedroht, gefährdet das Apples komplettes Geschäftsmodell.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Bild: Apple
