Der Gründer und ehemalige Geschäftsführer des insolventen Ankaufportals Cleverbuy wurde mit einer Haftstrafe belegt.
Er ist vom Amtsgericht Krefeld wegen gewerbsmäßigen Betrugs zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. Seine mitangeklagte Ex-Mitarbeiterin erhielt wegen Beihilfe eine einjährige Bewährungsstrafe.
Cleverbuy: Insolvenzverschleppung und Betrug
Nach Überzeugung des Gerichts hatte das Unternehmen seit 2022 bundesweit Elektronikgeräte von Privatkunden angekauft, diese jedoch in zahlreichen Fällen gar nicht oder nur teilweise bezahlt. Zudem wurden gebrauchte Geräte mit gefälschten Siegeln als Neuware weiterverkauft.

Insgesamt gingen über 1.300 Strafanzeigen ein, darunter auch Apple und Samsung, was zu einem Schaden im sechsstelligen Bereich führte. Der 59-jährige Angeklagte zeigte sich geständig, muss sich jedoch weiterhin wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung verantworten.
Portalbetreiber verliert mehr als nur Geld
Neben der Haftstrafe drohen dem gelernten Bahnbeamten, der das Portal im Nebenerwerb betrieb, nun weitere berufliche Konsequenzen. Sobald das Urteil rechtskräftig ist, verliert der derzeit freigestellte Wagenmeister voraussichtlich seinen Beamtenstatus als auch sämtliche Pensionsansprüche.
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