KI soll Gesundheitsdaten verständlich machen, doch Grenzen bleiben wichtig.
OpenAI startet seine Gesundheitsfunktion „Health in ChatGPT“ nun für US-Nutzer ab 18 Jahren. Wer zustimmt, kann Apple Health, Patientenakten und Wellness-Apps verbinden.
ChatGPT erklärt Laborwerte, fasst Veränderungen zusammen und hilft, Arzttermine besser vorzubereiten.
Persönliche Daten bleiben privat
Nach Angaben von OpenAI werden verbundene Gesundheitsdaten weder zum Training der KI noch für Werbung genutzt.
ChatGPT kann außerdem Schlaf-, Aktivitäts- und Trainingsdaten in seine Antworten einbeziehen.
Kostenlos oder Premium?
Kostenlose Nutzer erhalten Antworten vom Modell GPT-5.5 Instant, zahlende Kunden das leistungsfähigere GPT-5.6 Sol.
Laut OpenAI schneiden beide Modelle in internen Gesundheitstests besser ab als Ärzte. Solche Benchmarks gelten jedoch als künstliche Testumgebungen und ersetzen keine echte Untersuchung.
OpenAI relaunches Apple Health-connected ChatGPT feature with expanded access https://t.co/l7Vs2g93n7 by @apollozac
— 9to5Mac (@9to5mac) July 23, 2026
Kein Ersatz für den Arzt
OpenAI betont mehrfach: „ChatGPT ersetzt keine ärztliche Beratung“ und kann weiterhin Fehler machen.
Tatsächlich zeigte ein aktueller Radiologie-Test, dass KI-Modelle oft selbstbewusst falsche Diagnosen liefern. Andererseits entdeckten KI-Systeme in Einzelfällen bereits Zusammenhänge, die Menschen übersahen.
Europa muss warten
Mehr als 300 Millionen Menschen stellen ChatGPT inzwischen jede Woche Gesundheitsfragen. Wann die Health-Funktion nach Europa kommt, ist unklar.
Datenschutzregeln und der EU AI Act könnten den Start wie bei so vielen aktuellen KI-Funktionen verzögern.
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