Vor der Klage soll es noch Gespräche gegeben haben – doch eine E-Mail an den falschen Empfänger verschlimmerte den Streit.
Apple und OpenAI stehen sich inzwischen vor Gericht gegenüber. Kurz vor der Klage soll ein einfacher E-Mail-Fehler mögliche Gespräche zwischen beiden Seiten abrupt beendet haben. Wir kennen es alle: die Mail an den falschen Empfänger…
Apple soll OpenAI schon im Februar gewarnt haben
Apple wirft OpenAI vor, vertrauliche Hardware-Informationen über frühere Mitarbeiter erhalten zu haben. Konkret geht es um OpenAIs Pläne für eigene KI-Geräte – Apple hält ja seine Hardware-Entwicklung bekanntlich stark unter Verschluss.
Laut NBC News hatte Apple OpenAI bereits im Februar kontaktiert. Die Firma wollte wissen, welche Maßnahmen OpenAI gegen mögliche vertrauliche Apple-Daten im eigenen Unternehmen ergreift. Apple behauptet, darauf keine Antwort erhalten zu haben.

Ein falscher Klick mit verheerenden Folgen?
OpenAI sieht das offenbar anders. Nach Darstellung des Unternehmens habe es sehr wohl eine Reaktion gegeben. Dann soll aber ein externer Apple-Anwalt zwei Personen verwechselt und eine E-Mail an den falschen OpenAI-Mitarbeiter geschickt haben.
Der Anwalt soll OpenAIs Chefjuristen Che Chang erst Unterlagen zu Apples Vorwürfen geschickt haben. Nur 13 Minuten später bedankte er sich angeblich für ein Telefonat – das mit Chang nach dessen Darstellung nie stattgefunden hatte.
Tatsächlich soll das Gespräch mit einem anderen früheren Apple-Mitarbeiter bei OpenAI geführt worden sein, dessen Nachname Wang lautet. Die Antwort landete aber offenbar bei Chang. In alltäglichen Situationen kann so etwas schonmal passieren – aber nicht bei einem Streit unter Milliarden schweren Unternehmen.

Der Anwalt entschuldigt sich
Chang soll daraufhin interne Apple-Anwälte kontaktiert und dem externen Anwalt vorgeworfen haben, falsche Angaben zu machen. Später entschuldigte sich der Anwalt. Laut NBC News endeten die Gespräche danach offenbar – bis Apple schließlich Klage einreichte.
Für Apple ist das heikel, weil ausgerechnet ein Kommunikationsfehler die Vorgeschichte der Klage prägt. Für OpenAI kommt der Streit ebenfalls ungelegen, schließlich will das Unternehmen mit eigenen Geräten eine Alternative zu Apples iPhone entwickeln. Wir bleiben gespannt, wie viel davon am Ende vor Gericht wirklich eine Rolle spielt.
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