Apple steht bei Speicherchips stark unter Druck und prüft jetzt auch China-Firmen, die auf der Pentagon-Liste stehen.
Bei Speicherchips geht es gerade nicht nur um Technik und Preisdruck, sondern auch um Politik. Apple sucht offenbar nach mehr Vielfalt in der Lieferkette – und nimmt dafür einen chinesischen Anbieter ins Visier, der in den USA sehr kritisch betrachtet wird.
Apple sucht nach neuen Speicher-Lieferanten in China
Daher hat Apple begonnen, DRAM-Chips von ChangXin Memory Technologies, kurz CXMT, zu testen. Gedacht sind die Bauteile zunächst für Geräte, die in China verkauft werden.
Der Schritt kommt nicht aus dem Nichts: Apple soll schon zuvor in Washington für eine Erlaubnis geworben haben, Speicherchips von CXMT kaufen zu dürfen – ein Anbieter, der auf einer Pentagon-Liste steht, die Firmen auflisten, mit denen keine Geschäfte gemacht werden dürfen – aus Sicherheitsgründen.

Der Speicher-Engpass wird für Apple langsam teuer
Tim Cook hatte laut Wall Street Journal erst kürzlich erklärt, dass Preiserhöhungen wegen der angespannten Speicherlage kaum vermeidbar seien. Umso wichtiger wäre es, auf mehr Lieferanten zurückgreifen zu können, um Lieferengpässe abzufedern und in einer besseren Verhandlungsposition zu sein.
Passend dazu hat Apple zuletzt höhere Preise bei einigen iPads und MacBooks mit gestiegenen Speicher- und Storage-Kosten begründet. Auch beim iPhone sind Preiserhöhungen absolut nicht vom Tisch.
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