Schon ein kleines Gerät verändert offenbar mehr, als viele vermuten.
Eine US-Studie des renommierten National Bureau of Economic Research (PDF) sieht einen überraschenden Zusammenhang zwischen der Verbreitung des iPhones und sinkenden Geburtenraten.
Die Forscher analysierten die Jahre 2007 bis 2011, als das iPhone in den USA zunächst exklusiv über AT&T verkauft wurde. Dadurch ließ sich vergleichen, wie sich Regionen mit und ohne mobiles Breitband entwickelten.
Deutlicher Rückgang bei jungen Menschen
Das Ergebnis: In Gebieten mit frühem Zugang zum mobilen Internet gingen die Geburtenraten messbar stärker zurück.
Besonders deutlich war der Effekt bei Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren – was ja an sich begrüßenswert ist. Aber auch bei den 20- bis 24-Jährigen wurden weniger Geburten registriert.
Bis zur Hälfte des Effekts
Laut den Autoren könnte die Smartphone-Nutzung für rund ein Drittel bis die Hälfte des damaligen Geburtenrückgangs verantwortlich gewesen sein.
A new research paper by Middlebury College economist Caitlin Myers found that Apple’s 2007 introduction of the iPhone accounted for 33% to 52% of the decline in the fertility rate. https://t.co/a5bwhNoJII
— CBS News Texas (@CBSNewsTexas) June 11, 2026
Ähnliche Effekte wurden bei den damaligen Konkurrenznetzen von Verizon und Sprint nicht festgestellt.
Warum das Smartphone eine Rolle spielen könnte
Die Studie behauptet nicht, dass iPhones direkt zu weniger Kindern führen. Als mögliche Ursachen nennen die Forscher weniger persönliche Kontakte, häufigeren Pornokonsum und selteneren Sex.
Gleichzeitig erleichtern Smartphones den Zugang zu Informationen über Verhütung. Gerade Jugendliche könnten dadurch ungewollte Schwangerschaften besser vermeiden.
Wichtig: Die Untersuchung wurde bislang nicht durch ein wissenschaftliches Peer-Review-Verfahren geprüft. Sie zeigt lediglich eine statistische Korrelation – keinen eindeutigen Beweis für Ursache und Wirkung.
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