Das goldene T1 wurde genauer untersucht. Das Ergebnis dürfte für Trump Mobile unangenehm werden.
Trump Mobile wollte mit dem T1 zeigen, wie ein Smartphone besonders amerikanisch produziert werden kann. Doch die Realität erzählt eine andere Geschichte – und zeigt nebenbei, warum es fast unmöglich ist, ein iPhone komplett made in America herzustellen.
Goldene Hülle, darunter ein HTC-Zwilling
iFixit schob das T1 zuerst durch einen CT-Scanner und zerlegte es danach komplett. Schon die Bilder zeigten laut den Reparaturexperten: Layout, Bauteile und Aufbau passen fast exakt zum HTC U24 Pro.
Technisch passt das zu den offiziellen Daten: 6,78-Zoll-AMOLED mit 120 Hz, Snapdragon-Plattform, 5000-mAh-Akku und mehrere 50-MP-Kameras. Im Inneren fand iFixit Qualcomms Snapdragon 7 Gen 3, 12 GB RAM und 512 GB Speicher; die HTC-Platine lief sogar im T1-Gehäuse.

Aus „Made in USA“ wird nun eher „American values“
Brisant ist das vor allem wegen des Marketings. Zum Start kündigte Trump Mobile noch ein goldenes T1 an, das „proudly designed and built in the United States“ sein sollte. Heute spricht die Website vorsichtiger von „American values“ und amerikanischer Mithilfe bei Design und Qualität. Am Ende ist wahrscheinlich das von Trump kritisierte iPhone amerikanischer als das T1.
Die Unterschiede bleiben überschaubar: Blitz und Lautsprechergitter wurden verändert, der Akku ist mit 19,35 Wh größer als beim HTC mit 17,23 Wh. Dafür lädt das T1 nur mit 30 statt 60 Watt. Beim Reparatur-Score landet es wie das HTC bei mageren 3 von 10 Punkten.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Bild: iTopnews / Trump Mobile
