Neue Details aus den USA deuten auf eine überraschende Entwicklung in der Chipstrategie von Apple hin.
US-Präsident Donald Trump erklärte, dass Apple und Intel künftig bei der Entwicklung und Fertigung von Chips in den Vereinigten Staaten zusammenarbeiten werden. Damit könnte Intel einen der wichtigsten Aufträge seiner jüngeren Unternehmensgeschichte erhalten.
Mehr Produktion in den USA
Bislang lässt Apple seine wichtigsten Prozessoren vor allem vom taiwanischen Auftragsfertiger TSMC herstellen. Die nun angekündigte Zusammenarbeit mit Intel würde die Lieferkette breiter aufstellen und zugleich den politischen Wunsch nach mehr Halbleiterproduktion in den USA unterstützen.
Bereits seit mehr als einem Jahr sollen Gespräche zwischen den Unternehmen laufen. Im Mai wurde erstmals über eine vorläufige Vereinbarung berichtet.
Viele Details noch offen
Welche Chips Intel künftig für Apple produzieren soll, ist bislang nicht bekannt. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass zunächst eher kleinere oder weniger kritische Komponenten gefertigt werden könnten.
Eine Verlagerung der kompletten Produktion von iPhone-, iPad- oder Mac-Prozessoren gilt kurzfristig als unwahrscheinlich. TSMC dürfte auf absehbare Zeit Apples wichtigster Fertigungspartner bleiben.
Großer Erfolg für Intel
Für Intel wäre der Deal dennoch ein bedeutender Meilenstein. Das Unternehmen investiert seit Jahren Milliarden in den Ausbau seiner Auftragsfertigung und versucht, Kunden für seine modernen Produktionsverfahren zu gewinnen.
Ein Auftrag von Apple würde die Bedeutung dieser Strategie erheblich stärken. Nach Trumps Ankündigung reagierte die Börse positiv, die Intel-Aktie legte deutlich zu.
Offizielle Bestätigungen von Apple oder Intel liegen bislang allerdings nicht vor. Beide Unternehmen äußerten sich zunächst nicht zu Trumps Aussage.
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