Im heutigen iTopnews History blicken wir zurück auf die allererste WWDC – die damals noch gar nicht so hieß.
Die World Wide Developer Conference (WWDC) ist das Apple-Großereignis des Jahres. Morgen ist es wieder soweit. Ab 19 Uhr gibt es den ersten Blick auf iOS 27 & Co.
Die ganze Welt blickt auf die neuesten Softwareversionen, die Apple immer Mitte des Jahres vorstellt. Legendär sind die Auftritte von Steve Jobs sowie wichtige Produktvorstellungen etwa des iPhone 4 oder der Vision Pro. In erster Linie geht es aber um Software und darum, die Entwickler in neuesten Technologien zu schulen und an das Apple-Ökosystem zu binden.
1983: Die erste WWDC (bzw. AISDC)
Apple begann früh damit, jährlich eine Konferenz für Entwickler zu organisieren. Ohne Programmierer, die vielfältige Programme für Apple-Betriebssysteme schreiben, verkaufen sich auch Computer nicht gut. 1983 verkaufte Apple hauptsächlich den Apple II und Apple III, der Lisa wurde erst vorgestellt und Steve Jobst entwickelte gerade den Macintosh.

Um die Entwickler mit den neuen Möglichkeiten der grafischen Benutzeroberfläche des Lisa zu schulen, organisierte Apple eine große Entwickler-Konferenz: Apple Independent Software Developers Conference. Diese fand vom 8. bis 11. August im Dunfey Hotel in San Mateo, Kalifornien statt. Apple erhoffte sich davon, dass unabhängige Entwickler durch einen tieferen Einblick ins System und die neuen Computer bessere Programme schreiben konnten, die den Lisa und andere Apple-Computer mehr Verkaufsargumente boten.
Donnerstag war Lisa-Tag: Die Maus als technische Neuerung
Zur ersten Entwicklerkonferenz 1983 veranstalte Apple umfangreiche Workshops und Seminare für Softwareentwickler. Themen waren unter anderem „integrierte Software“, Datenaustausch zwischen Programmen, ASCII-Textdateien als pragmatischer Standard, Verbesserungen an Programmiersprachen wie Pascal und eine neue, aus Lisa-Technik hervorgegangene Sprache namens Classcal für objektorientierte Programmierung.
Am Donnerstag war „Lisa day“ – es ging um Apples neuen Computer und die neu eingeführte Maus. Entwickler sollten Software für die Apple Lisa schreiben und ihre grafische, integrierte Bedienoberfläche nutzen. Außerdem gab es Demos von Entwicklerstudios zu ihren neuesten Programmen. 1983 war die Entwicklerkonferenz also wirklich nur eine reine Veranstaltung für Programmierer – es gab keine Produktvorstellungen oder Aufzeichnungen.

So hat sich die WWDC bis heute verändert
Ab 1990 wurde die Entwicklerkonferenz unter dem Namen WWDC zum jährlichen Apple-Großereignis. Gerade nach der Rückkehr von Steve Jobs wurden hier wichtige Produkte (Software wie Hardware) vorgestellt. Bis 2002 fand die WWDC in San José statt, 2005 wurde in San Francisco der Wechsel zu Intel-Prozessoren bekannt gegeben. Seit 2008 fand die WWDC im legendären Moscone Center statt – hier wurde das iPhone 3G und iPhone 4 vorgestellt.
Apple betonte immer mal wieder, dass es bei der WWDC eigentlich rein um Software geht, dennoch wurden immer wieder neue Produkte wie das MacBook Pro mit Retina Display (2012), der Mac Pro (2013), der HomePod (2017) und die Vision Pro (2023) vorgestellt. Auf der WWDC 2012 musste sich Tim Cook als neuer Apple CEO beweisen, 2020 wurde auf der Konferenz der Wechsel zu Apples eigenen M-Prozessoren angekündigt.
Die bekannte Keynote gilt als Highlight einer jeden WWDC – diese fand früher immer live statt. Seit der Covid-Pandemie 2020 überträgt Apple die Keynote nur noch als voraufgezeichnetes Video. Manche mögen es, andere sehnen sich die legendären Live-Auftritte zurück. Ebenfalls seit 2020 findet die WWDC zudem im Apple Park statt, indem es ein eigens gebautes Steve Jobs Theatre gibt, das für große Live-Keynotes geplant war, jetzt aber nur Journalisten empfängt.
Wir sind gespannt, was Apple dieses Jahr vorstellt und ob die WWDC 2026 mit den legendären Events der Vergangenen Jahre mithalten kann.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Bild: Apple, iTopnews
