Apple setzt bei seiner KI-Offensive offenbar auf ungewohnte Hilfe.
Neue Details des Branchenportals The Information geben einen Einblick in die Technik hinter der geplanten Siri-Neuauflage mit Google Gemini.
Demnach sollen einige Anfragen künftig nicht auf Apple-Servern, sondern in der Google Cloud verarbeitet werden. Dafür nutzt Apple laut Bericht eine lizenzierte Version von Googles KI-Modell Gemini.
Nvidia-Chips im Hintergrund
Besonders spannend: Apple soll dabei auf Nvidias moderne Blackwell-B200-Chips zugreifen. Die Hochleistungsprozessoren gelten als Flaggschiffe für große KI-Anwendungen und werden normalerweise zum Trainieren und Ausführen besonders leistungsfähiger Sprachmodelle eingesetzt.
Damit würde Apple erstmals in größerem Umfang auf Infrastruktur setzen, die außerhalb des eigenen Ökosystems liegt.
Datenschutz bleibt im Fokus
Um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen, aktiviert Apple laut Bericht Nvidias „Confidential Compute“-Technologie. Dabei werden Daten bereits während der Verarbeitung verschlüsselt.
Report details Apple’s plan to use Nvidia chips for the Gemini-powered Siri https://t.co/wxaa75I3Sv by @mvcmendes
— 9to5Mac (@9to5mac) June 4, 2026
Nvidia verspricht, dass die Technik die „Vertraulichkeit und Integrität von KI-Modellen“ bewahrt und sensible KI-Aufgaben auch in Cloud-Umgebungen sicher ausführen kann.
Bruch mit bisheriger Apple-Strategie
Der Schritt wäre bemerkenswert, weil Apple bislang möglichst alle wichtigen Bestandteile seiner Produkte selbst kontrollieren wollte.
Offen bleibt außerdem, welche Rolle Apples eigenes Serversystem Private Cloud Compute künftig spielen wird. Wie genau die neue Siri-Architektur aussieht, dürfte Apple vermutlich auf der WWDC näher erklären.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? KI-Foto: Jörg Heinrich / iTopnews

