200 Dollar im Monat reichen oft nicht, wenn Power-User ChatGPT und Claude wirklich ausreizen.
KI-Abos sind für viele Nutzer praktisch und planbar: ein fester Preis, viel Leistung, fertig. Doch genau dieses Modell gerät unter Druck. Neue Berechnungen zeigen, wie teuer solche Abos für ChatGPT und Claude werden können.
Wenn ein 200-Dollar-Abo plötzlich 14.000 Dollar kostet
Laut einer Untersuchung von SemiAnalysis kann ein ChatGPT-Pro-Abo für 200 Dollar im Monat bei maximaler Nutzung API-äquivalente Kosten von rund 14.000 Dollar verursachen. Beim Claude-Max-20x-Abo von Anthropic sollen es rund 8.000 Dollar sein.
Wer ChatGPT am iPhone oder Mac nutzt, sieht nur die bequeme Oberfläche. Im Hintergrund laufen aber extrem teure Rechenzentren – besonders bei langen Coding- und Agenten-Aufgaben.

Schon wenig Nutzung kann die Marge auffressen
Bei OpenAI sollen ChatGPT Plus und ChatGPT Pro 5x laut SemiAnalysis ab rund 11,4 Prozent Auslastung ins Minus rutschen. Bei den teuersten Plänen wird es noch enger: OpenAI soll dort schon ab 5,7 Prozent negativer Marge landen.
Deshalb setzen Firmen offenbar stärker auf Modell-Routing: einfache Aufgaben zu günstigeren Modellen, schwierige Fälle zu den großen Frontier-Modellen. Laut Wall Street Journal kann das die Kosten um bis zu 95 Prozent senken. Für KI-Abos heißt das: Die All-you-can-eat-Zeit dürfte nicht ewig halten. Noch sind Open AI und Anthropic am Wachsen, wenn die Unternehmen aber Gewinne einfahren müssen, könnten die Abopreise deutlich steigen.
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