Ein kleiner Laden sorgt weiter für großen Ärger im Apple-Konzern.
Apple gerät in den USA erneut wegen seiner Haltung zu Gewerkschaften unter Druck.
Auslöser ist die bevorstehende Schließung des Apple Stores in Towson bei Baltimore am 20. Juni. Die Filiale schrieb Geschichte als erster gewerkschaftlich organisierter Apple Store des Unternehmens.
Bürgermeister schaltet sich ein
Nun fordert auch Baltimores Bürgermeister Apple zum Umdenken auf.
Er verlangt, den Standort entweder offen zu halten, einen neuen Store in der Region zu eröffnen oder den Beschäftigten einen Wechsel in andere nahegelegene Filialen zu ermöglichen.
Sorge um rund 100 Arbeitsplätze
Hintergrund sind die etwa 100 Mitarbeiter des Stores. Während Angestellte in nicht gewerkschaftlich organisierten Apple Stores meist problemlos in andere Filialen wechseln können, sollen die Beschäftigten in Towson laut Gewerkschaft ihre Bewerbungen neu einreichen müssen.
Vorwurf gegen Apple
Gewerkschaft und Politiker werfen Apple vor, die Schließung gezielt gegen die organisierte Belegschaft einzusetzen.
Ein Beweis dafür liegt bislang nicht vor. Sollte ein Gericht jedoch entsprechende Hinweise finden, könnte dies Apples Ruf erheblich schaden.
The Mayor of Baltimore has added his voice to the many telling Apple it needs to reconsider either closing the Towson store or at least giving its employees better opportunities in the region.
— AppleInsider (@appleinsider) June 18, 2026
Apple verweist auf Verträge
Apple beruft sich auf bestehende Vereinbarungen.
Diese sehen vor, dass ehemalige Towson-Mitarbeiter bevorzugt berücksichtigt werden, falls innerhalb von 80 Kilometern ein neuer Store eröffnet wird.
Für einen direkten Wechsel in andere Filialen gibt es jedoch offenbar keine Regelung.
Schwieriger Standort
Gleichzeitig gibt es auch wirtschaftliche Gründe für die Schließung. Das Einkaufszentrum, in dem sich der Store befindet, gilt inzwischen als stark geschwächt.
Apple setzt seit Jahren verstärkt auf moderne, freistehende Geschäfte statt auf Filialen in alternden Einkaufszentren.
Der Fall zeigt, dass der Streit zwischen Apple und Gewerkschaften noch lange nicht beendet ist.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Foto: Apple

