Apple hat am heutigen Tag neue Zahlen zur wirtschaftlichen Bedeutung seines App Stores veröffentlicht.
Demnach soll das App-Store-Ökosystem im Jahr 2025 weltweit rund 1,4 Billionen US-Dollar an Umsätzen und Verkäufen ermöglicht haben. Die Daten stammen aus einer Studie der Beratungsfirma Analysis Group, die bereits seit Jahren ähnliche Untersuchungen im Auftrag von Apple erstellt.
Starker Anstieg in vielen Bereichen
Laut Apple wächst das App-Store-Ökosystem weiterhin kräftig. Besonders stark entwickelten sich demnach digitale Dienstleistungen, der Handel mit physischen Waren über Apps sowie Werbeerlöse innerhalb von Apps. Bereits für 2024 hatte Apple einen Wert von rund 1,3 Billionen US-Dollar ausgewiesen. Innerhalb eines Jahres wäre das Volumen damit nochmals deutlich gestiegen.
Apple betont zudem, dass für mehr als 90 Prozent der über den App Store abgewickelten Umsätze keine Provision an den Konzern gezahlt wurde. Damit will das Unternehmen verdeutlichen, dass ein großer Teil der wirtschaftlichen Aktivitäten außerhalb der klassischen App-Käufe stattfindet.
Was die Zahl von 1,4 Billionen Dollar wirklich bedeutet
Die beeindruckende Summe klingt zunächst so, als hätte Apple selbst enorme Einnahmen erzielt. Tatsächlich umfasst die Studie jedoch weit mehr als App-Käufe oder Abonnements.
In die Berechnung fließen beispielsweise auch Bestellungen bei Lieferdiensten, Einkäufe über Shopping-Apps, Hotelbuchungen, Fahrdienstvermittlungen und Werbeumsätze innerhalb von Apps ein.
Apple verdient an vielen dieser Transaktionen keinen direkten Anteil. Die Zahl beschreibt daher die gesamte wirtschaftliche Aktivität, die durch Apps auf iPhone und iPad ermöglicht wird – nicht den Umsatz des App Stores selbst.
Die Methodik und die Hintergründe der Studie
Die Untersuchung stammt zwar von externen Ökonomen, wurde jedoch von Apple finanziert. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Ergebnisse falsch sind. Dennoch sollte man die Zahlen mit einer gewissen Vorsicht betrachten. Die Methodik basiert teilweise auf Schätzungen und Modellen, insbesondere bei Werbeerlösen und Umsätzen, die lediglich indirekt mit dem App Store verbunden sind.
Kritiker bemängeln seit Jahren, dass Apple mit solchen Studien vor allem die wirtschaftliche Bedeutung des eigenen Ökosystems hervorheben möchte. Gleichzeitig stehen die App-Store-Regeln und Provisionsmodelle weiterhin unter regulatorischer Beobachtung. Erst vor wenigen Wochen musste sich Apple erneut mit juristischen Auseinandersetzungen rund um App-Store-Gebühren und alternative Zahlungsmethoden beschäftigen.
Beeindruckende Größe, aber kein direkter Apple-Umsatz
Unterm Strich zeigt die Studie vor allem eines: Der App Store bleibt ein zentraler Wirtschaftsfaktor für Entwickler und Unternehmen weltweit. Die genannte Summe von 1,4 Billionen US-Dollar verdeutlicht die enorme Bedeutung mobiler Apps im Alltag. Gleichzeitig sollte man nicht übersehen, dass diese Zahl viele indirekte Umsätze einschließt und deshalb nicht mit den tatsächlichen Einnahmen Apples verwechselt werden darf. Die wirtschaftliche Relevanz des App Stores ist unbestritten – die genaue Größe des Effekts bleibt jedoch auch eine Frage der gewählten Berechnungsmethode.
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