Apple arbeitet offenbar an einer komplett neuen Siri-App, die stärker wie moderne KI-Chatbots funktionieren soll.
Ihr sollt künftig längere Gespräche führen, Dateien hochladen und frühere Unterhaltungen durchsuchen können. Gleichzeitig setzt Apple dabei offenbar besonders stark auf Datenschutz und lokale Kontrolle über persönliche Daten.
Diese Funktionen stehen im Mittelpunkt
Laut dem jüngsten Leak von Mark Gurman von Bloomberg soll die neue Siri-App mit iOS 27 vorgestellt werden, aber weiter als „Beta“ gelabelt werden.
Im Mittelpunkt steht dabei eine Funktion zum automatischen Löschen von Gesprächsverläufen. Ihr könnt demnach selbst festlegen, ob Chats nach 30 Tagen, nach einem Jahr oder gar nicht entfernt werden. Damit unterscheidet sich Apples Ansatz deutlich von vielen konkurrierenden KI-Diensten.
Siri wird stärker zum Chatbot
Die neue Siri-Version soll deutlich moderner wirken als der bisherige Sprachassistent. Geplant sind offenbar ein eigener Chatverlauf, textbasierte Gespräche und eine Oberfläche, die an Dienste wie ChatGPT erinnert. Zusätzlich soll Siri Dateien und Dokumente verarbeiten können.
Apple plant außerdem unterschiedliche Ansichten innerhalb der App. Ihr könnt laut dem leak entweder direkt in eine aktive Unterhaltung springen oder eine Übersicht aller bisherigen Chats sehen. Auch eine neue systemweite „Search or Ask“-Geste wird erwartet, mit der Siri schneller erreichbar sein soll.
Datenschutz als Gegenmodell zu OpenAI und Google
Apple versucht offenbar, sich beim Thema KI stärker über Datenschutz zu positionieren. Während viele KI-Dienste Gesprächsverläufe langfristig speichern, will Apple euch als Nutzern deutlich mehr Kontrolle geben.
Der automatische Löschmechanismus erinnert an die Nachrichten-App von iOS, bei der Chats ebenfalls zeitgesteuert entfernt werden können.
Damit verfolgt Apple offenbar eine andere Strategie als OpenAI oder Google. Statt möglichst viele Nutzerdaten dauerhaft für personalisierte KI-Funktionen zu speichern, setzt Apple weiterhin stärker auf Datenschutz und lokale Verarbeitung. Gerade nach früheren Diskussionen rund um Siri-Aufzeichnungen dürfte das Unternehmen besonders vorsichtig agieren.
Neuer Siri-Start wohl weiterhin als Beta
Trotz der großen Überarbeitung soll die neue App rund um Siri zunächst weiterhin als Beta gekennzeichnet werden. Apple will sich damit offenbar zusätzlichen Spielraum für Verbesserungen und spätere Funktionen offenhalten. Hintergrund sind die mehrfachen Verzögerungen bei Apples KI-Offensive in den vergangenen Jahren.
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