Im heutigen iTopnews History blicken wir auf die ersten Apple Stores zurück und liefern aktuelle Zahlen.
Apple Stores sind keine gewöhnlichen Ladengeschäfte, sondern vielmehr Orte des Entdeckens, der Inspiration und Unterstützung. Bis heute hebt sich Apple mit seinem Store-Konzept ab und ist damit sehr erfolgreich, auch wenn sich dieses in den letzten 25 Jahren nicht wirklich geändert hat.
Es ging schon immer darum, neue Produkte auszuprobieren, durch Vorträge und Sessions zu lernen und Hilfe bei defekten Geräten zu erhalten.
Mehr als Megabytes: Die Idee des Apple Stores
Apple verkaufte seine Computer früher immer über Handelsketten und externe Verkäufer. Vom legendären Byte Shop bis Walmart – über die Jahrzehnte entstand ein breites Händlernetzwerk auf der ganzen Welt. Erst mit dem aufkommenden Internet begann Apple, selbst Produkte an Endkunden zu verkaufen.
Nachdem 1997 ein „store within a store“-Konzept ausprobiert wurde, bei dem Apple eigene kleine Flächen mit geschulten Personal in CompUSA-Filialen erhielt, startete am 10. November 1997 Apples eigener Onlineshop.
Steve Jobs wollte stärker in den direkten Vertrieb einsteigen und plante zusammen mit Retail-Chef Ron Johnson die Eröffnung eigener Läden. Diese sollten nicht nur Megahertz und Megabytes aufzeigen, sondern dem Kunden zeigen, was man mit einem Mac alles kreatives tun kann.
Die Apple Stores sollten nicht in günstigen Randlagen stehen, sondern im Herzen der Stadt und großen Malls – dort, wo auch die Menschen sind.
Der erste Apple Store wird eröffnet
Am 19. Mai 2001 – also genau heute vor 25 Jahren – öffneten gleich zwei Apple Stores: Tysons Cornerin McLean, Virginia und Glendale Galleria in Kalifornien. Trotz der kurzen Ankündigung nur ein paar Tage vorher und der Einschätzung vieler Medien, dass die Stores scheitern werden, waren die ersten Apple Stores gut gefüllt und machten am ersten Wochenende fast 600.000 Dollar Umsatz von über 7.000 Besuchern.
Spannend war das Konzept: Von Anfang an gab es eine Fläche für Veranstaltungen und die Genius Bar, an der man Beratung und Hilfe bei technischen Problemen bekam. Die Mitarbeiter waren speziell geschult und hatten immer einen kurzen Draht nach Cupertino.
Die Stores waren in die Bereiche „Home“ (iMac, iBook) und „Pro“ (PowerBook, Power Macintosh) getrennt. Im Mai 2001 verkaufte Apple nur Computer – vermutlich waren die Store auch dazu gedacht, dass die Kunden den im Herbst vorgestellten ersten iPod ausprobieren können.

Heute hat Apple über 530 Stores weltweit
In den nächsten Jahren hat Apple immer mehr Stores eröffnet – zunächst in den USA, 2003 in Japan und 2008 auch in München. Heute gibt es 535 Apple Stores, davon 272 in den USA.
Das Konzept wurde 2016 / 2017 etwas verändert – statt auf Metall und Glas setzte Apple beim Store-Konzept unter Angela Ahrendts auf viel Holz und mehr Events. Today at Apple wurde eingeführt, um die Stores noch stärker zu einem Begegnungsort zu machen.
Mit dem Apple Store hat Steve Jobs den Computerladen neu gedacht. Es geht nicht um Prozessoren, Speichergrößen und die stärksten Rabatte. Es geht darum, neue Technik auszuprobieren, bei Problemen Hilfe zu bekommen und die Marke zu stärken. Dass man Computer im Geschäft jederzeit ausprobieren kann und mit der Genius Bar so viel Fläche für den Support bereitstellt, war 2001 völlig neu.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Bild: Apple
