Der Fernseher weiß mehr über Euch, als vielen lieb sein dürfte.
Texas geht juristisch gegen Netflix vor. Der Vorwurf: Der Streamingriese soll Nutzer ohne deren Wissen ausspionieren, Daten sammeln und mit automatischen Serienstarts gezielt zum Dauer-Schauen verleiten.
Generalstaatsanwalt Ken Paxton spricht von einem „Überwachungsprogramm“, das persönliche Daten illegal sammle und zu Geld mache.
Autoplay als Suchtmaschine
Im Zentrum der Klage steht die Auto-Play-Funktion. Laut Texas sorgt sie für einen endlosen Strom an Inhalten, damit Zuschauer möglichst lange dranbleiben.
Besonders heikel: Angeblich sollen auch Daten von Kindern gesammelt worden sein. Netflix weist die Vorwürfe zurück. Das Unternehmen nehme Datenschutz „sehr ernst“ und wolle sich vor Gericht verteidigen.
Diese Daten sammelt Netflix
Laut Datenschutzhinweisen erfasst Netflix unter anderem E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Zahlungsdaten, Streaming-Verläufe, Geräteinformationen und Login-Zeiten.
AG Ken Paxton sues Netflix, alleging it spies on residents and collects data without consent, and uses auto-play to keep viewers hooked. https://t.co/NT4gva3oYe
— Tampa Bay 28 (@tampabay28) May 13, 2026
Auch Bewertungen, Watch-Historie und demografische Daten fließen ein. Die Daten sollen helfen, Zuschauer besser zu verstehen und personalisierte Werbung auszuspielen.
Auch Apple TV+ sammelt fleißig
Bei Apple TV+ werden ebenfalls zahlreiche Daten erfasst: etwa Wiedergabeverlauf, Standortdaten, Geräteinfos und IP-Adressen. Apple betont allerdings, nur „nicht persönliche Daten“ mit Partnern zu teilen.
Blick ins Wohnzimmer
Laut t3n schauen auch andere Streaming-Dienste wie Amazon mit Prime Video oder Disney+ extrem neugierig ins Wohnzimmer – und teilweise auch in Gespräche mit dem Support hinein.
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