Es klingelt wieder analog – und plötzlich wirkt Verzicht modern.
Das Tin Can-Telefon verzichtet bewusst auf Bildschirm, Apps und Browser.
Stattdessen gibt es Ziffernblock, Spiralkabel und Gespräche – ganz im Stil der 80er- und 90er-Jahre. Die Verbindung läuft trotzdem über WLAN, jedoch nur zu anderen Geräten.
Überraschungserfolg
Rund 100 Dollar teuer, hat sich das Gerät laut Bloomberg bereits mehrere Hunderttausend Mal verkauft. Die Nachfrage ist so hoch, dass Bestellungen erst Monate später geliefert werden. Zeitweise kam es sogar zu Serverproblemen.
Alternative fürs Kinderzimmer
Schulen zeigen Interesse: Sie sehen im Gerät eine Möglichkeit, Social-Media-Abhängigkeit vorzubeugen.
++Ohne Bildschirm, Apps und Browser: Tin Can-Telefone sind ein Hit in den USA++
Statt Text- und Videonachrichten sowie Dauerablenkung durch Apps, Spiele und Social Media setzt das Gerät auf direkte Gespräche und soll so die mündliche Kommunikation fördern.https://t.co/rjiBKqlPAS— muinar.ch (@ChMuinar) April 28, 2026
Eltern steuern Kontakte über eine App – fremde Anrufe sind ausgeschlossen. Gespräche bleiben kostenlos, Zusatzfunktionen kosten extra.
Trend gegen Smartphone-Müdigkeit
Der Gründer wollte Kindern sichere Kommunikation ermöglichen – ohne Dauerablenkung. Der Erfolg passt zur wachsenden Skepsis gegenüber Smartphones und zur Nostalgie vieler Eltern.
Parallel wächst der Druck auf Tech-Konzerne: Eine Jury sah „suchtfördernde Mechanismen“ bei Instagram und YouTube als Ursache für psychische Schäden.
Der Retro-Trend zeigt: Weniger Technik kann plötzlich mehr sein.
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