Nach dem Diebstahl ist oft nicht Schluss: Kriminelle wollen Opfer offenbar per Drohung zur Freigabe zwingen.
In London wird der Griff zum iPhone immer öfter zum Risiko. Laut einem Bericht der New York Times geht es bei vielen Diebstählen nicht nur um das Gerät selbst – sondern um die Apple ID dahinter.
Gestohlenes iPhone: Danach kamen die Drohungen
Der Fall von Alex Pikula zeigt, wie perfide die Masche offenbar läuft. Ein E-Bike-Fahrer riss ihm nach einem Theaterbesuch im Londoner West End das iPhone aus der Hand. Pikula hielt den Fall zunächst für ärgerlich, aber erledigt.
Kurz darauf bekam seine Mutter seltsame Nachrichten. Darin wurde behauptet, man habe Zugriff auf E-Mails und Bankdaten ihres Sohnes. Später folgten ein Video mit einem bewaffneten Mann sowie massive Gewalt- und Morddrohungen.

Das Ziel: Die Apple ID soll vom Gerät verschwinden
Alle Nachrichten hatten laut Bericht ein Ziel: Die Familie sollte die Apple ID vom gestohlenen Gerät trennen. Erst dann lässt sich ein iPhone für Diebe deutlich leichter zurücksetzen und weiterverkaufen.
Android oder Google kommen gar nicht vor. Die Diebe sagen, sie wollen kein Samsung. Wir hatten bereits berichtet, dass der Diebstahl von iPhones zunimmt. Apple selbst hat mit dem „Schutz für gestohlene Geräte“ bereits eine wichtige Sicherheitsfunktion eingebaut. Sie verlangt bei sensiblen Aktionen Face ID oder Touch ID und kann Änderungen am Apple Account verzögern.
Mit iOS 26.4 wird die Funktion laut Apple auf neuen Geräten und nach Wiederherstellungen automatisch aktiviert, bei Updates von iOS 26.4 auf spätere Versionen ebenfalls. Prüfen solltet ihr die Einstellung trotzdem – gerade vor Reisen in Städte mit vielen Smartphone-Diebstählen.
Und langfristig ist an der Klau-Front ja wie berichtet ohnehin Entspannung angesagt: Apple testet gerade eine neue Sperre gegen iPhone-Diebe.
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