Apple legt bei Konflikt-Mineralien nach und weist Vorwürfe zurück.
Apple sieht keine Hinweise darauf, dass die für iPhone, Mac und andere Geräte verwendeten Rohstoffe bewaffnete Gruppen in Afrika finanzieren.
Das geht aus dem neuen Bericht hervor, den der Konzern bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat.
Strenge Kontrollen der Lieferkette
Im Fokus stehen die sogenannten 3TG-Mineralien: Zinn, Tantal, Wolfram und Gold. Apple verlangt von allen Zulieferern, die diese Rohstoffe einsetzen, standardisierte Herkunftsnachweise.
Betroffen sind praktisch alle wichtigen Produkte – vom iPhone über AirPods bis hin zur Vision Pro.
Keine Verbindungen zu Milizen gefunden
Laut Apple ergaben Prüfungen von Lieferanten, unabhängigen Auditoren und Rückverfolgungsprogrammen „keine vernünftige Grundlage für die Annahme“, dass Schmelzwerke oder Raffinerien in der Lieferkette bewaffnete Gruppen in der Demokratischen Republik Kongo oder Nachbarstaaten direkt oder indirekt finanziert haben.
100 Prozent unter Audit-Pflicht
Apple betont, dass sämtliche identifizierten Schmelzwerke und Raffinerien jährlich an unabhängigen Prüfungen teilnehmen müssen.
Apple says latest conflict minerals review found no basis to link suppliers to armed groups https://t.co/LHNe5FsC45 by @mvcmendes
— 9to5Mac (@9to5mac) May 28, 2026
Wer die Vorgaben nicht erfüllt, riskiert das Ende der Geschäftsbeziehung über die jeweiligen Zulieferer.
Ein wichtiger Vorbehalt
Ganz ausschließen kann Apple problematische Ursprünge allerdings nicht. Der Konzern kauft Rohstoffe nicht direkt in Minen ein und ist daher auf Angaben von Lieferanten und Prüforganisationen angewiesen.
Deshalb könne man „nicht immer die Herkunftsländer der tatsächlich in Produkten enthaltenen 3TG-Mineralien bestimmen“.
Rohstoffe könnten auch aus dem Kongo stammen – Apple sieht aber keine Hinweise darauf, dass dadurch bewaffnete Gruppen profitieren.
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