Nach gescheiterter Sammelklage ist der Streit um AirTag-Stalking für Apple noch lange nicht vorbei.
Apple steht wegen AirTag-Stalking erneut unter Druck. Nachdem eine Sammelklage aus dem Jahr 2022 nicht zugelassen wurde, haben Betroffene nun offenbar mehr als 30 einzelne Klagen gegen den Konzern eingereicht.
Aus einer Sammelklage werden viele Einzelverfahren
In den Klagen wird Apple vorgeworfen, die AirTags trotz bekannter Risiken auf den Markt gebracht zu haben. Die Kläger argumentieren laut Macrumors, die kleinen Tracker könnten von gewalttätigen oder kontrollierenden Personen zum Verfolgen missbraucht werden.
Besonders brisant: Apple soll zwischen April 2021 und April 2024 mehr als 40.000 Stalking-Meldungen erhalten haben. Interne Dokumente aus dem ursprünglichen Verfahren sollen zudem zeigen, dass Apple die eigenen Schutzmaßnahmen eher als Abschreckung verstand.

Apples Schutzfunktionen reichen den Klägern nicht
Apple hat seit dem Start mehrere Anti-Stalking-Funktionen eingeführt. Dazu gehören Warnhinweise, wenn ein unbekannter AirTag mit euch unterwegs ist. Laut Klage kommen diese Hinweise aber teils erst nach vier bis acht Stunden – früher sogar erst nach 72 Stunden.
Auch der Signalton steht in der Kritik, weil sich der Lautsprecher entfernen lässt – wenn auch in der neuen Generation weitaus schwieriger. Im Netz sollen sogar entsprechend modifizierte, lautlose AirTags angeboten werden. Die Kläger fordern Schadenersatz, Strafzahlungen, Anwaltskosten und ein Ende der vorgeworfenen Geschäftspraktiken.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Bilder: Apple, iTopnews
