Mit simplen Tricks greifen Angreifer plötzlich tief in iPhone-Daten ein.
Eine neue Untersuchung zeigt: Für Angriffe auf iPhones braucht es oft keine komplexen Exploits. Stattdessen setzen Hacker auf klassische Phishing-Tricks.
Ziel ist es, Nutzer zur Preisgabe ihrer Apple-ID zu bringen – und damit Zugriff auf iCloud-Backups zu erhalten.
Gefälschte Apple-Seiten im Umlauf
Forscher von Access Now, Lookout und SMEX identifizierten rund 1.500 manipulierte Webseiten. Diese imitieren Dienste wie iCloud oder FaceTime verdächtig echt.
Domains wie „icloud[.]com-service[.]info“ oder „signin-apple[.]com-en-uk[.]info“ sollen Vertrauen erwecken – dienen aber ausschließlich dem Datendiebstahl.
Angriffe im Auftrag von Staaten
Die Kampagne wird der Gruppe BITTER APT zugeschrieben. Laut Bericht handelt es sich um einen „Ableger des indischen Hack-for-Hire-Startups Appin“.
iCloud backups targeted in hack-for-hire operation using fake Apple pages https://t.co/t2zNPGbWPA by @mvcmendes
— 9to5Mac (@9to5mac) April 13, 2026
Besonders brisant: Behörden lagern solche Angriffe zunehmend aus. Das verschafft ihnen „glaubhafte Abstreitbarkeit“, während die Kosten geringer sind als bei klassischer Spyware.
Breiter Angriff auf viele Dienste
Neben Apple waren auch Google, Microsoft, Signal, WhatsApp und Yahoo betroffen.
Im Fokus standen Journalisten, Aktivisten und Beamte – vor allem im Nahen Osten und Nordafrika, aber auch in Großbritannien und den USA.
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