Analysten zufolge verfolgt Apple aktuell eine neue Marktstrategie, die sich deutlich von der bisherigen Firmenphilosophie abhebt.
Anstatt die Maximierung der Bruttomargen in den Vordergrund zu stellen, scheint der Konzern gerade bereit zu sein, kurzfristige Einbußen für ein langfristiges, Marktwachstum in Kauf zu nehmen.
Apple nimmt finanziellen Rückgang in Kauf
Während viele Konkurrenten im PC-Markt aufgrund massiv steigender Kosten für Komponenten wie Speicherbausteine gezwungen sind, ihre Verkaufspreise spürbar anzuheben, hält Apple die Preise für seine Hardware überraschend stabil. Teilweise werden sie in Relation zur Leistung sogar gesenkt.

Namhafte Analysten wie Horace Dediu beobachten diese Entwicklung mit großem Interesse und vermuten, dass die Bruttomarge im Hardware-Bereich dadurch vorübergehend in den niedrigen 30-Prozent-Bereich absinken könnte. Dies wäre für Apple-Verhältnisse ungewöhnlich gering.
Erst Verluste, später größere Gewinne
Hinter diesem taktischen Manöver steht jedoch ein klares, langfristiges Ziel: Apple möchte die weltweite Basis der Mac-Nutzer, die derzeit auf etwa 260 Millionen Menschen geschätzt wird, innerhalb der nächsten zehn Jahre verdoppeln. Das Unternehmen setzt darauf, dass die geringeren Gewinne beim Geräteverkauf später durch Einnahmen aus dem Service-Bereich mehr als kompensiert werden können.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? via Asymco, Foto: Apple
