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Test: Kensington StudioDock für iPad Pro und iPad Air

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Wollte Ihr Euer iPad Pro oder iPad Air über ein Dock zum Mini-Desktop umwandeln?

Ich habe mir das neue Kensington StudioDock angesehen, das genau das verspricht.

Zur CES im Januar vorgestellt, ist das StudioDock jetzt um 380 Euro in Deutschland bei ersten Händlern erhältlich.

Der Lieferumfang

Mit 2,6 Kilo ist das StudioDock kein Leichtgewicht. Der Vorteil: Standfestigkeit ist dank rutschfester Füße kein Problem. Bei der Nutzung bewegte sich das Dock auf dem Schreibtisch keinen Millimeter.

Kensington setzt weitesgehend auf Aluminium bei dem Dock, allerdings nur auf der Vorderseite. Die Rückseite verbaut Plastik – Finger können auffällige Abdrücke verursachen. Trotzdem wird das massive Zubehör hochwertig verarbeitet.

Was kann das Dock genau?

Das Dock verwandelte im Test mein iPad Air der neuesten Generation zusammen mit einer Tastatur und einer Maus in einen kleinen Desktop.

Das iPad wird magnetisch am Dock befestigt. Dazu wird es auf den USB-C-Anschluss gesteckt. Die Aufladung erfolgt mit starken 37,5 Watt. Beim ersten Einlegen ist auf genaues Einrasten zu achten. Meine Erfahrung beim Testgerät: Erst ein kräftiger Druck auf die Oberseite des Geräts lässt das iPad so im Dock einrasten, dass das iPad auch vom Dock geladen wird.

Höhenverstellbar ist das Dock nicht. Clever aber: Das Display lässt sich um 90 Grad drehen und auch nach Wunsch neigen. So kann mit dem Pencil 2 prima auf dem iPad gezeichnet oder ein Foto bearbeitet werden – fester Halt ist gewährleistet beim Arbeiten.

Die Anschlüsse

Die Flut der Anschlüsse an drei Seiten macht das StudioDock zu einer Power-Workstation.

3x USB-A (3.2 Gen 1/5 Gbit/s)
1x USB-C (3.2 Gen 1/5 Gbit/s /bis 20 Watt)
1x HDMI 2.0 (4k / 60 Hz)
2x Qi-Ladepad (1 x 7,5 Watt + 1 x 5 Watt)
1x Ethernet (10/100 /1.000 Mbit/s)
2x Kensington Lock
1x 3,5 mm Kopfhörer- Headset-Anschluss
1x SD-Kartenleser (UHS-II)
1x DC-in

Doch es gilt, Einschränkungen zu beachten: iPadOS beschränkt die Anschluss-Funktionalität. Beispiel HDMI-Anschluss: Hier spiegelt iPadOS nur das Tablet-Display, die volle Auflösung des Monitors bekommt Ihr nicht, auch nicht die 16:9-Konfiguration. Procreate, Keynote, iMovie oder Netflix bzw. Amazon Prime Video liefern immerhin schon Support für externe Monitore.

Am USB-Port konnte ich testweise eine externe Festplatte, Maus, Tastatur, Cam, Drucker oder Gaming-Controller anschließen. Die Dateien-App dient als Verwaltungszentrale.

Auch Tastatur-Shortcuts sind möglich, dazu viele Gesten und mit iPadOS 15 deutlich ausgebautes Multitasking.

Der Bonus und das Extra-Zubehör

Das Dock besitzt im Fuß zwei integrierte Qi-Ladespulen. Links werden so die AirPods geladen, rechts das iPhone. Das klappt beim iPhone mit bis zu 7,5 Watt, bei den AirPods mit 5 Watt. Das erspart separate Kabel.

Wer auch noch seine Apple Watch am Dock laden, muss den Adapter als Extra-Zubehör kaufen.

Mein Fazit

Die Anschluss-Vielfalt des StudioDocks überzeugt. Die Schnellaufladung und die Ergonomie des Docks auch. Kreative werden das Kensington lieben.

Allerdings kommt mir die Integration von nur einmal USB-C nicht mehr state-of-the-art vor. Auch kann das iPad über den USB-C-Anschluss des Docks nicht mit meinem Mac gesynct werden. Um den Sync anzustoßen, musste ich das iPad aus dem Dock entfernen.

Das StudioDock ist ein klassiches Zubehör fürs HomeOffice. Allein vom Gewicht her ist es nicht portabel. Das iPad selbst kann im Dock auch nicht vor Dieben gesichert werden. Der Einsatz in der Öffentlichkeit macht wenig Sinn. Auch wenn das Dock selbst mit zwei Lock Ports abgesichert werden kann.

Der Preis ist mit 389 Euro grenzwertig. Die Version für das 12″ iPad Pro kostet noch mal einen Zacken mehr. Hardcore-iPad werden zugreifen. Aber viele andere die sich die Frage stellen, ob sich ein iPad Pro oder iPad Air zu einem Mini-Desktop machen lässt, gucken womöglich lieber auf den Geldbeutel und greifen – sofern sie auch außerhalb des Apple-Universums unterwegs sind – zu einem Chromebook. Das gibt’s ja auch schon für unter 400 Euro als vollwertiges Gerät – statt Dock. Dennoch: Für mich als iPad-Air- und iPad-Pro-Besitzer ist das Kensington Dock nice to have. Ich verstehe aber auch jeden, der es gern hätte, aufgrund des Preises aber abwinkt…

Kensington StudioDock im Test
  • 9/10
    Verarbeitung - 9/10
  • 9/10
    Design - 9/10
  • 8/10
    Funktionen - 8/10
  • 7/10
    Preis/Leistung - 7/10
8.3/10

Das sagt iTopnews

Nice to have, hochwertig verarbeitet und doch aufgrund von iPadOS eingeschränkt: Das Kensington StudioDock ist ein außergewöhnliches Zubehör für Kreative. Zu einem ambitionierten Preis!

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