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Mobilfunkverträge: Per Gesetz nur noch 1 Jahr Laufzeit, aber teurer?

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In Deutschland laufen Mobilfunk-Verträge traditionell 24 Monate.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) plant seit längerem, Neuverträge von Stromversorgern, Fitnessstudios oder auch Mobilfunkanbietern auf maximal zwölf Monate begrenzen. Das Wirtschaftsministerium von CDU-Kollege Peter Altmaier bevorzugt in der geplanten Neufassung des Telekommunikationsgesetzes weiterhin Laufzeiten von bis zu 24 Monaten vor.

Das Tauziehen zwischen den beiden Groko-Ministerien geht weiter. Es ist weiterhin unklar, ob sich Lambrechts mit ihrer verbraucherfreundlichen Variante in dieser Legislaturperiode noch durchsetzen kann.

Hoffnung gibt es allerdings: Die Bundeszentrale der Verbraucherzentralen fordert nun sogar maximale Laufzeiten von sechs Monaten. Teamleiterin Michaela Schröder: „Viele Verbraucherinnen und Verbraucher wollen sich gar nicht mehr so lange binden. Sie wollen flexibel in diesen Verträgen sein.“

Lobbyist Nick Kriegeskotte vom Technikverband Bitkom erwartet dagegen den entgegengesetzten Effekt:

„Smartphones sind häufig höherpreisig und werden über 24 Monate refinanziert. Bei zwölf Monaten würde das schlicht höhere Kosten verursachen.“

Übrigens: Ihr könnt „auf ausdrücklichen Wunsch“ Ein-Jahres-Verträge bekommen. Diese Möglichkeit kennt kaum keiner. Die meisten Provider verschweigen sie.

Foto: unsplash
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