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iPhone 12 Pro im iTopnews-Test: Michaels ausführliche Eindrücke

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Heute ist der Tag der Erstauslieferungen beim iPhone 12 und iPhone 12 Pro.

Viele Käufer warten in diesen Stunden gespannt auf den Paketboten. iTopnews-Chefredakteur Michael Gronau hat das iPhone 12 Pro schon für Euch getestet.

Hier seine Eindrücke.

Design:

Zunächst fällt die nur noch halb so große Verpackung auf. Adapter und Kopfhörer („EarPods“) fehlen ab sofort. Laut Apple wolle man so einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Adapter seien weit verbreitet, so werde Plastikmüll deutlich reduziert. Das Thema Umweltschutz nimmt Apple ernst. Auch wenn manche das Apple nicht abkaufen, ich schon, das ist meine persönliche Ansicht.

Das Gerät selbst überrascht optisch mit „Back to the roots“. Tolles poliertes Edelstahl-Finish, kantiger. Erinnerungen an das iPhone 4 werden wach. Mir gefällt das neue alte Design besser als Jony Ives langjähriger Zwang zu immer runderen Geräten.

Die zweite Überraschung: Der Bildschirm des 12 Pro wirkt spürbar größer, beinahe wie ein Pro Max. Der Blick auf die Zahlen: Das 12 Pro misst 146,7 mm in der Höhe, 71,5 mm in der Breite. Der Vorgänger 11 Pro kam auf 144 mm bzw. 71,4 mm. Fazit beim Design: In diesem Jahr wirkt das iPhone 12 Pro wirklich neu, auch wenn das alte klassische Design wiederbelebt wurde.

5G-Kompatibilität:

Dass Apple jetzt alle Modelle mit 5G ausstattet, ist Pflicht und nice to have. Nur: Im digitalen Brachland Deutschland, wo es nicht mal an jeder Milchkanne LTE gibt, ist 5G noch kein großer Zugewinn, außer in Großstädten wie Berlin, München, Frankfurt oder Hamburg, wo die 5G-Abdeckung schon recht ordentlich ist.

Prozessor:

Der A14-Bionic-Chip ist superschnell. In ersten Vergleichstext mit aktuellen Samsung-Galaxy-S20-Modellen zeigten sich um 50 % höhere Messwerte. Profitieren werden langfristig die Gamer, nicht die Dauer-Surfer.

Farben:

Unser Silber wirkt sehr edel, gerade in einem transparenten Case. Graphit ersetzt Spacegrau und dürfte die meistgewünschte Farbe sein. Das neue Blau wird schwer gehypt, könnte dennoch eine kurzlebige Modefarbe sein. Das goldene iPhone 12 Pro ist Geschmacksache und scheint eher für die Zielgruppe russischer Oligarchen und deren Gattinen konzipiert…

Zubehör:

Das Programm mit MagSafe-Zubehör – Magneten auf der Geräteseite und der Zubehörseite – ist extrem praktisch. Wer häufig kabellos lädt, kennt das: iPhone nachts (angeblich) aufgeladen, leider 2 mm zu weit rechts auf den Ladeteller gelegt und am nächsten Morgen ist der Akku immer noch leer. Die Magneten sorgen für sicheres Laden. In dieser Idee steckt Potential.

Schade aber: Die transparente Hülle von Apple („Clear Case“, transparent mit vollem Blick auf die iPhone-Rückseite) ist zu hart geraten, daher eher unpraktisch und beim Zupacken zu rutschig. Viele Zubehör-Anbieter werden in den nächsten Wochen Alternativen anbieten – alternativ bietet sich die griffigere Silikon-Hülle von Apple an. Sie gefällt mir sehr gut, ich habe sie auch schon bei meinem iPhone 11 Pro Max genutzt.

Kamera:

Wie in jedem Jahr hat Apple seine ohnehin gute Kamera erneut optimiert. Die neue Blende von 1,6 sorgt für 27 % mehr Licht. Für Otto Normalfotografierer hatte das iPhone auch schon in 2017 eine sehr gute Cam. Aber Apples Ingenieure schaffen es, dass 2020 ein weiterer Quantensprung, gerade auch in schlechtbeleuchteter Umgebung, möglich ist.

Sieht das menschliche Auge des normalen Betrachters noch die Unterschiede? Das von Profi-Fotografen sicherlich. Neu sind Telekamera und einen Lidar-Scanner zum schnelleren Fokussieren von Gesichtern im Dunkel für Portraitaufnahmen. Später will Apple über den Lidar-Scanner AR-Optionen ausbauen.

Die Ultraweitwinkellinse überzeugte in Test-Aufnahmen, ist im Alltag ein (schönes) Gimmick. Auch nice to have: Man kann mit dem 12 Pro HDR-Videos mit 4K und 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Dolby Vision verbessert die Clips mit größerer Farbtiefe und erweitertem Dynamikbereich. Die ultimative Cam wird man aber im iPhone 12 Pro Max (erst ab 6.11. bestellbar) finden.

Akku:

Immer ein großes Thema. Die Batterie ist im Vergleich zu meinem 11 Pro kleiner. Dennoch zeigt der erste Check das bis zu 12 Stunden bei normaler Nutzung möglich sind. Logisch: Häufiges Einbuchen ins 5G-Netz soll die Akku-Laufleistung um bis zu 2 Stunden nach unten drücken.

Mein Gesamtfazit:

Wer bisher noch ein iPhone mit Home Button besitzt, landet, das zeigten unsere ersten Tests, in einer ganz neuen Smartphone-Welt. Wer bereits das X, XS oder 11 nutzte, kennt das Wischsystem und das ausgezeichnete Display bereits. Das neue Design begeistert mich: Griffiger Rahmen, edel, stylish, außergewöhnlich. Mit 5G, mit noch mehr Prozessor-Power sowie mit MagSafe ist das iPhone 12 Pro exzellent für die Zukunft gerüstet. 

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